Kollagenosen

Kollagenosen sind relativ seltene rheumatische Erkrankungen, die viele verschiedene Organe in Mitleidenschaft ziehen können. Die Krankheitsbilder sind komplex und ihre Diagnostik aufwendig. Wir bieten individuelle Therapiekonzepte sowie die Behandlung im Rahmen klinischer Studien an.

Was sind Kollagenosen?

Kollagenose bedeutet eigentlich Bindegewebserkrankung. Tatsächlich handelt es sich bei den Kollagenosen um eine Reihe von rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen, von denen man früher annahm, sie hätten ihre Ursache im Bindegewebe. Heute weiß man, dass es sich um Autoimmunerkrankungen handelt, bei denen sich das Immunsystem prinzipiell gegen den gesamten Körper richten kann. So können Entzündungen an Haut, Gelenken, Muskeln, Nervengewebe oder inneren Organen auftreten. Glücklicherweise ist bei den meisten Patientinnen und Patienten nur ein Teil dieser Strukturen betroffen. Folgende Krankheitsbilder werden zu den Kollagenosen gezählt:

Diagnostik

Die Diagnose wird vor allem durch das typische Befallsmuster und durch den Nachweis von spezifischen Autoantikörpern im Blut gestellt. Tückisch ist dabei der Umstand, dass manche Entzündungen, etwa die der Niere, in frühen, gut behandelbaren Stadien keine Beschwerden verursachen. Daher ist zumindest am Anfang eine ausführliche Diagnostik erforderlich, für die meist mehrere Fachdisziplinen zusammenarbeiten.

Therapie

Es stehen eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die der Entzündung entgegenwirken. Glukokortikoide sind unverzichtbar zur raschen Kontrolle von Entzündungen, allerdings muss es im Krankheitsverlauf das klare Ziel sein, durch zusätzliche Rheumamedikamente (Basistherapie) Glukortikoide auf eine geringe Dosis zu reduzieren oder ganz auszuschleichen, um Langzeitnebenwirkungen zu vermeiden.
Zudem kommen Medikamente zum Einsatz, die in das Immunsystem eingreifen, darunter Immunsuppressiva und zunehmend auch sogenannte Biologika. Für besonders aggressiv verlaufende Fälle von Systemischer Sklerose können wir als eines von wenigen deutschen Zentren die Blutstammzelltransplantation anbieten. Bei einigen Krankheitsbildern ist auch eine Behandlung im Rahmen klinischer Studien möglich.

Selbsthilfe

Für einige Krankheitsbilder haben sich Selbsthilfegruppen gebildet. Informationen zum Lupus erythematodes finden Sie bei der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft, zur Sklerodermie bei den Sklerodermie-Selbsthilfegruppen.

Weiterführende Informationen zur Krankheit finden Sie auch bei der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, bei der Deutschen Rheuma-Liga und auf den Seiten unseres Rheumazentrums.

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Universitätsklinikum Würzburg | Medizinische Klinik und Poliklinik II | Schwerpunkt Rheumatologie / Klinische Immunologie | Zentrum Innere Medizin (ZIM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A3 | 97080 Würzburg | Deutschland

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