Formen der Organspende

Neben der Transplantation einer ganzen Leber nach Hirntod gibt es noch zwei weitere Formen der Lebertransplantation: die Leberlebendspende und die sogenannte Split-Lebertransplantation.

Organspende nach Hirntod

Mit Abstand die meisten Organe in Deutschland und im Eurotransplant-Gebiet stammen von hirntoten Spenderinnen und Spendern. Etwa 1100 Lebern werden in Deutschland pro Jahr nach der Diagnose Hirntod gespendet.

Was bedeutet Hirntod?

Hirntod bedeutet den unwiederbringlichen Ausfall aller Hirnfunktionen, während andere Organe wie Leber, Herz, Lunge, Nieren und Bauchspeicheldrüse mit Hilfe intensivmedizinischer Maßnahmen noch für einige Zeit funktionieren können. Ursache sind meist schwere Schlaganfälle, Hirnblutungen oder Schädelverletzungen. Der Hirntod wird nach strengen Regeln zweimalig von zwei in der Hirntoddiagnostik erfahrenen Ärztinnen oder Ärzten festgestellt, die mit dem Vorgang der Transplantation und der Organspende nicht befasst sind.

Wie läuft die Organspende ab?

Hat die oder der Hirntote sich zu Lebzeiten nicht zu dem Thema geäußert, sollen die Angehörigen in ihrem oder seinem Sinne entscheiden, ob eine Organspende durchgeführt werden darf. Kommt es dazu, wird die Entnahme von einem erfahrenen Team im Operationssaal des Spenderkrankenhauses durchgeführt. Die Organe werden durch spezielle Lösungen konserviert und gekühlt schnellstmöglich ins Transplantationszentrum gebracht.

Leberlebendspende

Obwohl jeder Mensch nur eine Leber hat, ohne die er nicht leben kann, kann ein gesunder Mensch einen Teil seiner Leber zur Transplantation spenden. Der Aufbau der Leber aus acht Segmenten erlaubt es, unterschiedlich große Teillebern zur Organspende zu entnehmen. Beide Teile der Leber wachsen dann innerhalb einiger Wochen so weit, dass die vollständige Organfunktion wiederhergestellt ist.
Die Leberlebendspende wurde zunächst für Kinder entwickelt, da es für sie besonders selten geeignete Spenderorgane gibt, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen ist eine Leberlebendspende möglich. Bei erwachsenen Empfängern ist dies jedoch eine sehr komplexe und technisch schwierige Operation mit deutlichem Risiko für beide Beteiligten. Sie erfordert daher umfangreiche Vorbereitungen, um insbesondere die Sicherheit der Spenderin oder des Spenders sicherzustellen.

Split-Lebertransplantation

Bei der sogenannten Split-Lebertransplantation wird die Leber nach Hirntod auf zwei Empfängerinnen oder Empfänger aufgeteilt. Die Split-Lebertransplantation bietet die Möglichkeit, zwei Patientinnen oder Patienten auf der Warteliste mit einem lebensrettenden Lebertransplantat zu versorgen, hat jedoch gegenüber der Vollorgantransplantation auch eine erhöhte Komplikationsrate. Für die Aufteilung eines Spenderorgans kommt in der Regel nur eine jüngere Spenderin oder ein Spender mit sehr guter Organqualität infrage.

 

 

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