Aktuelle Meldungen

Rückblick auf die Abendsprechstunde zur Fettleber-Erkrankung

Im Folgenden finden Sie die Beiträge als Videos.

Prof. Dr. med. Andreas Geier: Fettleber – ein unterschätztes Risiko?
PD Dr. med. Monika Rau: Ernährung bei der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung
Prof. Dr. med. Andreas Geier: Fettleber – ein unterschätztes Risiko?
PD Dr. med. Monika Rau: Ernährung bei der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung

Rückblick auf das 6. Digitale Myelom Forum

Im Folgenden finden Sie die Vorträge als Videomitschnitte.

Prof. Dr. Hermann Einsele: Neue Therapiemöglichkeiten beim Multiplen Myelom
Dr. Claudia Löffler: Integrative Onkologie - die neue S3-Leitlinie Komplementärmedizin als neue Entscheidungshilfe
Constanze Wolz: Ernährung - ein wichtiger Faktor bei onkologischen Erkrankungen
Dr. Anna Fleischer: Lebensqualität und Selbstfürsorge beim Multiplen Myelom - Was kann ich für mich tun?
Prof. Dr. Dr. Alexander Kübler: Kiefernekrosen unter antiresorptiver Therapie vermeiden
Prof. Dr. Andreas Beilhack: Fortschritte in der Myelom-Diagnostik - Next Generation Flow Cytometry (NGF)
Prof. Dr. Andreas Buck: Neue Möglichkeiten der Nuklearmedizin in der Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms
Dr. Jan-Peter Grunz: Aktuelle radiologische Diagnostik beim Myelom
Prof. Dr. Michael Hudecek: Update CAR-T-Pipeline beim Multiplen Myelom
Prof. Dr. Franziska Jundt: Was können Patient*innen selbst beitragen, um ihren Heilungsprozess zu unterstützen?
Prof. Dr. Hermann Einsele: Neue Therapiemöglichkeiten beim Multiplen Myelom
Dr. Claudia Löffler: Integrative Onkologie - die neue S3-Leitlinie Komplementärmedizin als neue Entscheidungshilfe
Constanze Wolz: Ernährung - ein wichtiger Faktor bei onkologischen Erkrankungen
Dr. Anna Fleischer: Lebensqualität und Selbstfürsorge beim Multiplen Myelom - Was kann ich für mich tun?
Prof. Dr. Dr. Alexander Kübler: Kiefernekrosen unter antiresorptiver Therapie vermeiden
Prof. Dr. Andreas Beilhack: Fortschritte in der Myelom-Diagnostik - Next Generation Flow Cytometry (NGF)
Prof. Dr. Andreas Buck: Neue Möglichkeiten der Nuklearmedizin in der Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms
Dr. Jan-Peter Grunz: Aktuelle radiologische Diagnostik beim Myelom
Prof. Dr. Michael Hudecek: Update CAR-T-Pipeline beim Multiplen Myelom
Prof. Dr. Franziska Jundt: Was können Patient*innen selbst beitragen, um ihren Heilungsprozess zu unterstützen?

Digitales Myelom-Forum am 19. November 2022

Am Samstag, den 19. November 2022, geben Expertinnen und Experten des Uniklinikums Würzburg erneut einen umfassenden Überblick zum aktuellen Stand der Erforschung, Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms. Die Online-Konferenz richtet sich an Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen sowie alle sonstigen Interessierten.

Würzburg. Seit Beginn der Corona-Pandemie wird das von der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) seit vielen Jahren veranstaltete Myelom-Forum als Online-Konferenz durchgeführt. Die mittlerweile sechste digitale Ausgabe der Traditionsveranstaltung findet am Samstag, den 19. November 2022 statt. „Wie gewohnt geben wir hierbei einen allgemeinverständlichen Überblick über topaktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie dieser bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks“, kündigt Prof. Dr. Hermann Einsele an. Der Direktor der „Med II“ und Myelom-Experte fährt fort: „Darüber hinaus widmen wir uns diesmal recht umfangreich komplementärmedizinischen Themen.“ Beispielsweise schildert die Ernährungsberaterin Constanze Wolz, wie wichtig die Ernährung bei onkologischen Erkrankungen ist, während Anna Fleischer vom Schwerpunkt Psychosomatische Medizin der Medizinischen Klinik II unter dem Stichwort Selbstfürsorge zeigt, was Krebspatientinnen und -patienten für sich selbst und ihre Lebensqualität tun können. Außerdem verdeutlicht Prof. Dr. Franziska Jundt, die Leiterin des Zentrums für das Multiple Myelom im Zentrum für Seltene Erkrankungen Referenzzentrum Nordbayern am UKW, den Stellenwert der Bewegungstherapie beim Heilungsprozess.

Diese und sieben weitere Spezialistinnen und Spezialisten des UKW referieren am Veranstaltungstag ab 9:00 Uhr über die Softwareplattform Zoom. Nach jedem Vortrag und bei der abschließenden Diskussionsrunde gegen 12:35 Uhr haben die Teilnehmenden des kostenlosen Forums Gelegenheit, sich per Chat zu Wort zu melden und individuelle Fragen zu stellen. 

Eine Teilnahme an der Onlinekonferenz ist über Computer, Smartphone und Telefon – hier natürlich nur mit Ton-Empfang – möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Interessentinnen und Interessenten per E-Mail die Zugangsdaten sowie eine detaillierte technische Anleitung. Anmelden kann man sich bei der Externen Selbsthilfebeauftragten Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: selbsthilfe@ ukw.de 

Das genaue Programm findet sich im Veranstaltungskalender der Medizinischen Klinik II.

 

Über das Multiple Myelom
Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 5000 bis 6000 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

 

 

Förderung für Optimierung der CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom

Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert präklinisches Forschungsprojekt von Dr. Sophia Danhof vom Uniklinikum Würzburg und Prof. Dr. José Martínez-Climent aus Pamplona mit 366.000 Euro, um die CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom zu verbessern.

Bild von Sophia Danhof im Labor
Sophia Danhof skizziert im Labor die Interaktion von Immunzellen mit der CAR-T-Zelltherapie und untersucht, wie man das Multiple Myelom empfindlicher gegen Immuntherapien machen kann. © Kirstin Linkamp / UKW
Bild von Sophia Danhof am Flow Cytometer
Sophia Danhof am Flow Cytometer. Mithilfe der Durchflusszytometrie, bei der Laser und Fluoreszenzfarbstoffe zum Einsatz kommen, analysiert die Medizinerin spezifische Strukturen einzelner Zellen. © Kirstin Linkamp / UKW

Würzburg. Wenn Dr. Sophia Danhof ihren Patientinnen und Patienten bei der Erstdiagnose sagen muss, dass sie eine Krebserkrankung haben, die nicht heilbar ist und sie aller Voraussicht daran versterben werden, so ist das jedes Mal aufs Neue frustrierend für die junge Ärztin. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 7.000 Menschen am Multiplen Myelom, das nach Leukämie die zweithäufigste Form von Blutkrebs ist. „Ich kann den Betroffenen jedoch aufrichtig versichern, dass wir alles tun, um ihre Krankheit bestmöglich zu kontrollieren, und darauf hoffen, sie in ein paar Jahren oder Jahrzehnten vielleicht sogar heilen zu können“, berichtet Sophia Danhof. „Und das beflügelt mich.“ Die Internistin und Mutter einer vierjährigen Tochter leitet neben ihrer klinischen Tätigkeit in der Hämatologie am Universitätsklinikum Würzburg ein so genanntes Early Career Project am Würzburger Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum. Hier hat die 36-jährige Nachwuchsgruppenleiterin jetzt gemeinsam mit Prof. Dr. José Martínez-Climent der Universidad de Navarra im spanischen Pamplona eine 36-monatige Förderung der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung von insgesamt 366.000 Euro eingeworben. Ziel ist die Optimierung der CAR-T-Zelltherapie in genetisch determinierten Mausmodellen des Multiplen Myeloms.

Immuntherapie verlängert Remissionsdauer

Die CAR-T-Zelltherapie ist ein großer Hoffnungsträger in der Therapie von Blutkrebs. Dabei werden körpereigene Immunzellen der Betroffenen, die T-Zellen, im Labor mit künstlichen Rezeptoren ausgestattet. Diese chimären Antigenrezeptoren (CAR) helfen den Immunzellen dabei, den Tumor zu erkennen und zu eliminieren. Eine einmalige Infusion von CAR-T-Zellen kann bei bestimmten Blutkrebserkrankungen zu einer dauerhaften Remission, also zum Nachlassen der Symptome, oder gar zur Heilung führen. „Doch leider nicht beim Multiplen Myelom“, erklärt Sophia Danhof. „Die Betroffenen sprechen zwar zunächst auf die CAR-T-Zelltherapie an, doch früher oder später kommt es häufig dennoch zum Rezidiv.“ Ein Grund für die verminderte Immunreaktion könnten genetische Veränderungen sein. Die so genannte MYC-Deregulation zum Beispiel ist eine treibende Mutation, die gehäuft beim Multiplen Myelom auftritt und dazu führt, dass sich die Krebszellen stark vermehren und dem Immunsystem entgehen.

Neuartige Mausmodelle rekapitulieren präzise die menschliche Erkrankung

José Martinez-Climent hat mit seiner Forschungsgruppe in Pamplona sieben Jahre lang dieses Myelom-Modell in Mäusen mit voll kompetentem Immunsystem entwickelt, sodass Sophia Danhof mit ihrer Arbeitsgruppe in Würzburg nun im präklinischen Modell die Situation im Patienten komplett nachstellen und die Interaktion von Immunzellen mit der CAR-T-Zelltherapie genau skizzieren und untersuchen kann. „Wir versuchen aber nicht nur die Immuntherapie genauer zu verstehen, sondern arbeiten auch daran, den Tumor selbst empfindlicher für Immuntherapien zu machen, damit er schlussendlich und hoffentlich komplett verschwindet“, fasst Sophia Danhof ihr Forschungsziel zusammen.

Interaktion von Tumorzellen, CAR-T-Zellen und anderen Immunzellen

Dazu gilt es einen ganzen Strauß an Fragestellungen abzuarbeiten. Wie lange bestehen die CAR-T-Zellen, um das Myelom abzuräumen? Wie entwickeln sich die CAR-T-Zellen? Verändern sie sich mit der Zeit? Können sie ein immunologisches Gedächtnis bilden, damit die Betroffenen ein für alle Mal resistent sind gegen ihr Myelom. Welche Rolle spielen die anderen Immunzellen? Und wie verhalten sich die Tumorzellen? Verstecken sich die Myelomzellen? Wandern sie ab in andere Organe, wo die CAR-T-Zellen schlecht hinkommen? Verlieren sie die Zielstruktur, gegen die die CAR-T-Zellen gerichtet sind? Oder bilden sie Immun-Checkpoints, also Oberflächenmoleküle, mit denen die Tumorzelle der T-Zelle signalisiert, dass sie gar nicht da ist?

Relevanter Beitrag um Heilungschancen beim Multiplen Myelom zu verbessern

„Darüber hinaus werden wir in diesen Tiermodellen Ansätze erproben, wie weiterentwickelte CAR-T-Zellprodukte oder Kombinationen mit anderen Therapeutika die Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom verbessern können“, erläutert Sophia Danhof. Und Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II, ergänzt: „Mit der Universidad de Navarra kooperieren wir bereits erfolgreich im Rahmen der klinischen Studie CARAMBA. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir die hier gewonnenen Erkenntnisse später ebenfalls in die klinische Anwendung bringen. Damit hat das Projekt das Potential, einen relevanten Beitrag zu leisten, um das Multiple Myelom künftig zu einer heilbaren Erkrankung zu machen.“ Und Dr. Ulrike Serini Knoll, Geschäftsführung der José Carreras Leukämie-Stiftung freut sich: „Es wäre wunderbar, mit diesem Projekt dem Ziel von José Carreras einen weiteren Schritt näher zu kommen. Blutkrebs muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“

Über die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung:

Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert wissenschaftliche Forschungs-, Infrastruktur und Sozialprojekte. 1987 erkrankte Stifter José Carreras an Leukämie. Aus Dankbarkeit über die eigene Heilung gründete er 1995 den gemeinnützigen Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. und anschließend die dazugehörige Stiftung. Seither wurden bereits über 235 Millionen Euro an Spenden gesammelt und über 1.400 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung und Heilung von Leukämie und anderer hämato-onkologischer Erkrankungen, die Förderung von jungen Wissenschaftlern im Rahmen von Stipendienprogrammen sowie die Unterstützung der Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen zum Ziel haben. 2019 wurde die José Carreras Leukämie-Stiftung von der Deutschen Universitätsstiftung und dem Stifterverband als Wissenschaftsstiftung des Jahres ausgezeichnet. Der Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. ist Träger des DZI Spenden-Siegels, dem Gütesiegel im deutschen Spendenwesen.

Um weitere Spenden im Kampf gegen Leukämie und andere schwere Knochen- und Bluterkrankungen zu sammeln, lädt José Carreras jedes Jahr gemeinsam mit seinen internationalen und nationalen Künstlerfreunden zur großen José Carreras Gala ein. Die 28. José Carreras Gala findet am Mittwoch, 7. Dezember 2022, in Leipzig statt und wird live ab 20.15 Uhr vom MDR übertragen. Zugesagt haben bereits unter anderem Chris de Burgh, Weltklasse-Geiger David Garrett und die dänische Singer-Songwriterin Aura Dione.

Mehr unter www.carreras-stiftung.de

Bild von Sophia Danhof im Labor
Sophia Danhof skizziert im Labor die Interaktion von Immunzellen mit der CAR-T-Zelltherapie und untersucht, wie man das Multiple Myelom empfindlicher gegen Immuntherapien machen kann. © Kirstin Linkamp / UKW
Bild von Sophia Danhof am Flow Cytometer
Sophia Danhof am Flow Cytometer. Mithilfe der Durchflusszytometrie, bei der Laser und Fluoreszenzfarbstoffe zum Einsatz kommen, analysiert die Medizinerin spezifische Strukturen einzelner Zellen. © Kirstin Linkamp / UKW

Impressionen der Pressekonferenz zu "Forschung hilft"
Gabriele Nelkenstock, Vorsitzende des Stiftungsrates, mit dem Schirmherrn der Förderpreisträger 2022, dem ehemaligen Stabhochspringer Tim Lobinger.
Von links nach rechts: Die Preisträger Dr. rer. nat. Umair Munawar, PD Dr. med. Alexander Hann und Prof. Dr. med. Imad Maatouk.
Dr. Maik Luu (rechts) will mit seinem Team eine neue, wirkungsvolle Mikrobiom-CAR-T-Zell-Therapie entwickeln, die sich gegen eine Vielzahl verschiedener Krebsarten – auch solide Tumore – einsetzen lässt.
„Unsere Preise sind zum einen Anerkennung für bereits Geleistetes und Motivation für neue Taten. Zum anderen können die zur Verfügung gestellten Mittel genau in Schlüsselmomenten der Projekte für den nötigen Rückenwind sorgen“, erläutert Prof. Dr. Matthias Frosch (rechts), Dekan der Medizinischen Fakultät der JMU und Mitglied des Stiftungsrats von „Forschung hilft“, die Bedeutung der Förderung für die Empfängerinnen und Empfänger.
Prof. Dr. Hermann Einsele ist Mitglied des Stiftungsrates und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II.
Das Forschungsteam um Dr. Sophia Danhof von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) arbeitet an einem neuartigen Mausmodell, mit dessen Hilfe das Zusammenspiel von Tumorerkrankung, Immunsystem und zellulären Immuntherapien noch besser verstanden werden soll. Das Projekt erhielt ein Preisgeld von 20000 Euro.
Julius Rose von den Würzburger Wölfen unterstützt den Kampf gegen Krebs als Testomonial der Stiftung...
... ebenso wie Marc Richter, Torwart des FC Würzburger Kickers.
Gabriele Nelkenstock und Tim Lobinger mit Preisträgerin Dr. med. Sophia Danhof (rechts).
Dr. Maik Luu (Mitte) erhielt für die Arbeit seiner Forschungsgruppe ein Preisgeld in Höhe von 17500 Euro.
Die Preisträger Prof. Dr. med. Martin Kortüm (2. von links) und Dr. rer. nat. Umair Munawar (rechts) mit Tim Lobinger und Gabriele Nelkenstock.
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Imad Maatouk von der Med II (Mitte) will innovative, digitale Unterstützungsansätze für Patientinnen und Patienten, die eine CAR-T-Zell-Therapie erhalten, entwickeln und erproben. Durch das Screeningtool, mit dem die Betroffenen unter anderem selbst Frühsymptome dokumentieren können, sollen eventuelle Nebenwirkungen systematisch und früh erkannt werden. Darüber hinaus sollen Informationen zur Therapie und Angebote zum Umgang mit Belastungen integriert werden, um die Lebensqualität der Erkrankten zu fördern. Dem Stiftungsrat war diese Aussicht eine Förderung von 15000 Euro wert.
Förderpreisträgerin Prof Dr. med. Verena Wiegering mit Stiftungsratvorsitzender Gabriele Nelkenstock und Schirmherr Tim Lobinger.
Das Team unter Leitung von Privatdozent Dr. Alexander Hann (links) arbeitet an einer Künstlichen Intelligenz (KI), mit deren Hilfe bei Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen die Polypengröße objektiv bestimmt werden kann. Die genaue Angabe der Polypengröße spielt eine entscheidende Rolle, denn je größer der Polyp, desto höher ist das Risiko einer bösartigen Entartung. Hierfür wurde eine Förderung von 10000 Euro vergeben.
„Vor dem Hintergrund, dass statistisch gesehen aktuell jede und jeder Zweite in Deutschland damit rechnen muss, im Lauf des Lebens an Krebs zu erkranken, ist eine Spende für die Krebsforschung auch eine Investition in die gesundheitliche Zukunft – für einen selbst, wie auch für Angehörige, Freunde und Bekannte“, verdeutlichte Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und Mitglied des Stiftungsrats.
Das Team von Prof. Dr. Verena Wiegering von der Kinderklinik und Poliklinik des UKW rückt in einem Forschungsvorhaben kindliche Nebennierentumore, so genannte Adrenokortikale Karzinome (ACC), in den Fokus. Mit genetischen Untersuchungen von entsprechenden Tumorproben wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verständnis um die Tumorentität grundlegend verbessern und langfristig neue, auf diese Altersgruppe zielgerichtete, diagnostische und therapeutische Optionen entwickeln. „Forschung hilft“ fördert das Vorhaben mit 12500 Euro.
Die Stiftungsratmitglieder Prof. Dr. Matthias Frosch (links) und Prof. Dr. Hermann Einsele mit der Vorsitzenden Gabriele Nelkenstock.
Von links nach rechts: Vincent Friedsam (Torwart FC Würzburger Kickers), Prof. Dr. med. Imad Maatouk (Förderpreisträger), Prof. Dr. med. Matthias Frosch (Stiftungsrat), Dr. rer. nat. Maik Luu (Förderpreisträger), Prof. Dr. med. Hermann Einsele (Stiftungsrat), Prof. Dr. med. Verena Wiegering (Förderpreisträgerin), Marc Richter (Torwart FC Würzburger Kickers), Gabriele Nelkenstock (Vorsitzende des Stiftungsrates), Tim Lobinger (Schirmherr der Preisträger 2022), PD Dr. med. Alexander Hann (Förderpreisträger), Prof. Dr. med. Martin Kortüm (Förderpreisträger), Dr. rer. nat. Umair Munawar (Förderpreisträger), Dr. med. Sophia Danhof (Förderpreisträgerin)

Sechs Würzburger Forschungsgruppen erhielten am 24. Oktober Preisgelder von in Summe 90.000 Euro, um ihre Forschung zur Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten zu unterstützen. Die Stiftung "Forschung hilft" fördert seit 2017 die Krebsforschung an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität.

Gabriele Nelkenstock, Vorsitzende des Stiftungsrates, mit dem Schirmherrn der Förderpreisträger 2022, dem ehemaligen Stabhochspringer Tim Lobinger.
Von links nach rechts: Die Preisträger Dr. rer. nat. Umair Munawar, PD Dr. med. Alexander Hann und Prof. Dr. med. Imad Maatouk.
Dr. Maik Luu (rechts) will mit seinem Team eine neue, wirkungsvolle Mikrobiom-CAR-T-Zell-Therapie entwickeln, die sich gegen eine Vielzahl verschiedener Krebsarten – auch solide Tumore – einsetzen lässt.
„Unsere Preise sind zum einen Anerkennung für bereits Geleistetes und Motivation für neue Taten. Zum anderen können die zur Verfügung gestellten Mittel genau in Schlüsselmomenten der Projekte für den nötigen Rückenwind sorgen“, erläutert Prof. Dr. Matthias Frosch (rechts), Dekan der Medizinischen Fakultät der JMU und Mitglied des Stiftungsrats von „Forschung hilft“, die Bedeutung der Förderung für die Empfängerinnen und Empfänger.
Prof. Dr. Hermann Einsele ist Mitglied des Stiftungsrates und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II.
Das Forschungsteam um Dr. Sophia Danhof von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) arbeitet an einem neuartigen Mausmodell, mit dessen Hilfe das Zusammenspiel von Tumorerkrankung, Immunsystem und zellulären Immuntherapien noch besser verstanden werden soll. Das Projekt erhielt ein Preisgeld von 20000 Euro.
Julius Rose von den Würzburger Wölfen unterstützt den Kampf gegen Krebs als Testomonial der Stiftung...
... ebenso wie Marc Richter, Torwart des FC Würzburger Kickers.
Gabriele Nelkenstock und Tim Lobinger mit Preisträgerin Dr. med. Sophia Danhof (rechts).
Dr. Maik Luu (Mitte) erhielt für die Arbeit seiner Forschungsgruppe ein Preisgeld in Höhe von 17500 Euro.
Die Preisträger Prof. Dr. med. Martin Kortüm (2. von links) und Dr. rer. nat. Umair Munawar (rechts) mit Tim Lobinger und Gabriele Nelkenstock.
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Imad Maatouk von der Med II (Mitte) will innovative, digitale Unterstützungsansätze für Patientinnen und Patienten, die eine CAR-T-Zell-Therapie erhalten, entwickeln und erproben. Durch das Screeningtool, mit dem die Betroffenen unter anderem selbst Frühsymptome dokumentieren können, sollen eventuelle Nebenwirkungen systematisch und früh erkannt werden. Darüber hinaus sollen Informationen zur Therapie und Angebote zum Umgang mit Belastungen integriert werden, um die Lebensqualität der Erkrankten zu fördern. Dem Stiftungsrat war diese Aussicht eine Förderung von 15000 Euro wert.
Förderpreisträgerin Prof Dr. med. Verena Wiegering mit Stiftungsratvorsitzender Gabriele Nelkenstock und Schirmherr Tim Lobinger.
Das Team unter Leitung von Privatdozent Dr. Alexander Hann (links) arbeitet an einer Künstlichen Intelligenz (KI), mit deren Hilfe bei Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen die Polypengröße objektiv bestimmt werden kann. Die genaue Angabe der Polypengröße spielt eine entscheidende Rolle, denn je größer der Polyp, desto höher ist das Risiko einer bösartigen Entartung. Hierfür wurde eine Förderung von 10000 Euro vergeben.
„Vor dem Hintergrund, dass statistisch gesehen aktuell jede und jeder Zweite in Deutschland damit rechnen muss, im Lauf des Lebens an Krebs zu erkranken, ist eine Spende für die Krebsforschung auch eine Investition in die gesundheitliche Zukunft – für einen selbst, wie auch für Angehörige, Freunde und Bekannte“, verdeutlichte Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und Mitglied des Stiftungsrats.
Das Team von Prof. Dr. Verena Wiegering von der Kinderklinik und Poliklinik des UKW rückt in einem Forschungsvorhaben kindliche Nebennierentumore, so genannte Adrenokortikale Karzinome (ACC), in den Fokus. Mit genetischen Untersuchungen von entsprechenden Tumorproben wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verständnis um die Tumorentität grundlegend verbessern und langfristig neue, auf diese Altersgruppe zielgerichtete, diagnostische und therapeutische Optionen entwickeln. „Forschung hilft“ fördert das Vorhaben mit 12500 Euro.
Die Stiftungsratmitglieder Prof. Dr. Matthias Frosch (links) und Prof. Dr. Hermann Einsele mit der Vorsitzenden Gabriele Nelkenstock.
Von links nach rechts: Vincent Friedsam (Torwart FC Würzburger Kickers), Prof. Dr. med. Imad Maatouk (Förderpreisträger), Prof. Dr. med. Matthias Frosch (Stiftungsrat), Dr. rer. nat. Maik Luu (Förderpreisträger), Prof. Dr. med. Hermann Einsele (Stiftungsrat), Prof. Dr. med. Verena Wiegering (Förderpreisträgerin), Marc Richter (Torwart FC Würzburger Kickers), Gabriele Nelkenstock (Vorsitzende des Stiftungsrates), Tim Lobinger (Schirmherr der Preisträger 2022), PD Dr. med. Alexander Hann (Förderpreisträger), Prof. Dr. med. Martin Kortüm (Förderpreisträger), Dr. rer. nat. Umair Munawar (Förderpreisträger), Dr. med. Sophia Danhof (Förderpreisträgerin)

Förderpreise unterstützen innovative Krebsforschungsprojekte der Würzburger Universitätsmedizin

„Forschung hilft“, die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, unterstützt in diesem Jahr sechs wissenschaftliche Projekte mit insgesamt 90.000 Euro.

Würzburg. Seit dem Jahr 2017 verfolgt unter dem Namen „Forschung hilft“ eine Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität (JMU) das Ziel, Geld zusammenzutragen und damit innovative wissenschaftliche Projekte zu unterstützen. Die Ausschüttung und Verteilung der finanziellen Mittel erfolgt in etwa jährlichem Abstand über Förderpreise in gestaffelter Höhe. Am 24. Oktober 2022 war wieder „Zahltag“: Sechs Würzburger Forschergruppen, die mit neuen Ideen die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten verbessern wollen, erhielten Preisgelder von in Summe 90.000 Euro.

Das Zusammenspiel von Tumoren, Immunsystem und Immuntherapien aufklären

So gingen 20.000 Euro an das Forschungsteam um Dr. Sophia Danhof von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II (Med II) des Uniklinikums Würzburg (UKW). Im preiswürdigen Projekt arbeitet dieses an einem neuartigen Mausmodell, mit dessen Hilfe das Zusammenspiel von Tumorerkrankung, Immunsystem und zellulären Immuntherapien noch besser verstanden werden soll. Auf dieser Basis können dann maßgeschneiderte, hochwirksame und nebenwirkungsarme Immuntherapeutika für spätere klinische Studien hergestellt werden, so die Hoffnung der Wissenschaftlerin sowie ihrer Kolleginnen und Kollegen. 

Mit Designer-T-Zellen und Darmbakterien gegen Krebs

Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens der Arbeitsgruppe von Dr. Maik Luu von der Med II ist die Entdeckung, dass Stoffwechselprodukte von Darmbakterien (Mikrobiom) die Aktivität von gentechnisch veränderten Immunzellen (CAR-T-Zellen) steigern und somit die Effizienz von Krebstherapien positiv beeinflussen können. Darauf aufbauen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine neue, wirkungsvolle Mikrobiom-CAR-T-Zell-Therapie entwickeln, die sich gegen eine Vielzahl verschiedener Krebsarten – auch solide Tumore – einsetzen lässt. Die Stiftung fördert diesen Plan mit 17.500 Euro.

Wie wirken neue Immuntherapien bei Hochrisiko-Myelomzellen?

Das Multiple Myelom ist eine bösartige Untergruppe des Lymphknotenkrebses. Die Erkrankung verläuft individuell sehr unterschiedlich und umfasst langsam schwelende, wie auch aggressive Verläufe. Patientinnen und Patienten mit Hochrisikogenetik haben eine Lebenserwartung von weniger als zwei Jahren. Es besteht die Hoffnung, dass neue, hochwirksame Immuntherapien bei dieser Gruppe Langzeitremissionen erzielen können. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Martin Kortüm an der Med II verfügt über Zellmodelle, welche die Hochrisiko-Myelomzellen nachbilden. An diesen Modellen sollen aktuelle Immuntherapien, insbesondere CAR-T Zell-Therapien – getestet werden. Das Projekt erhält einen Förderpreis von 15.000 Euro.

Die Lebensqualität unter CAR-T-Zell-Therapie erhöhen

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Imad Maatouk von der Med II will innovative, digitale Unterstützungsansätze für Patientinnen und Patienten, die eine CAR-T-Zell-Therapie erhalten, entwickeln und erproben. Durch das Screeningtool, mit dem die Betroffenen unter anderem selbst Frühsymptome dokumentieren können, sollen eventuelle Nebenwirkungen systematisch und früh erkannt werden. Darüber hinaus sollen Informationen zur Therapie und Angebote zum Umgang mit Belastungen integriert werden, um die Lebensqualität der Erkrankten zu fördern. Dem Stiftungsrat war diese Aussicht eine Förderung von 15.000 Euro wert.

Kindliche Nebennierentumore analysieren 

Das Team von Prof. Dr. Verena Wiegering von der Kinderklinik und Poliklinik des UKW rückt in einem Forschungsvorhaben kindliche Nebennierentumore, so genannte Adrenokortikale Karzinome (ACC), in den Fokus. Das Wissen über die bei Kindern glücklicherweise sehr seltene Erkrankung ist derzeit noch unzureichend. Mit genetischen Untersuchungen von entsprechenden Tumorproben wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verständnis um die Tumorentität grundlegend verbessern und langfristig neue, auf diese Altersgruppe zielgerichtete, diagnostische und therapeutische Optionen entwickeln. „Forschung hilft“ fördert das Vorhaben mit 12.500 Euro.

KI verbessert Darmkrebsvorsorge

InExEn steht für Interventionelle und Experimentelle Edoskopie und ist der Name eines interprofessionellen Teams unter Leitung von Privatdozent Dr. Alexander Hann an der Med II. Dieses arbeitet an einer Künstlichen Intelligenz (KI), mit deren Hilfe bei Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen die Polypengröße objektiv bestimmt werden kann. Die genaue Angabe der Polypengröße spielt eine entscheidende Rolle, denn je größer der Polyp, desto höher ist das Risiko einer bösartigen Entartung. Hierfür wurde eine Förderung von 10.000 Euro vergeben.

Anerkennung, Motivation und Rückenwind

Wie in den vergangenen Jahren, hatte auch diesmal ein aus externen, nicht am UKW oder an der JMU beschäftigten Beraterinnen und Beratern zusammengesetzter wissenschaftlicher Beirat die Federführung bei der Vergabe der Mittel. „Getragen von hochengagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, denen wir ein exzellentes Forschungsumfeld bieten können, hat sich die Würzburger Universitätsmedizin auf nationaler und internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf als Kompetenzzentrum für die Krebsforschung erarbeitet. Unsere Preise sind zum einen Anerkennung für bereits Geleistetes und Motivation für neue Taten. Zum anderen können die zur Verfügung gestellten Mittel genau in Schlüsselmomenten der Projekte für den nötigen Rückenwind sorgen“, erläutert Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät der JMU und Mitglied des Stiftungsrats von „Forschung hilft“, die Bedeutung der Förderung für die Empfängerinnen und Empfänger.

Kontinuierliche Förderung – auch in schwierigen Zeiten

„Inklusive der diesjährigen Preise haben wir seit der Gründung der Stiftung insgesamt fast 448.000 Euro ausgeschüttet. Dabei wurden bislang 30 Projekte gefördert“, bilanziert Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Stiftungsrats. Dies sei umso beachtlicher, als das Spendenaufkommen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich gesunken sei. „Auch wenn Covid-19, der Ukraine-Krieg und die Sorge um die Energieversorgung die Welt derzeit in Atem halten und die Schlagzeilen bestimmen – der Kampf gegen Krebs ist und bleibt eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Deshalb zählen wir auch in schwierigen Zeiten auf Unternehmensspenden und die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland“, betont Nelkenstock. Gerade das letztgenannte Bürgerengagement ist einer der Grundpfeiler der Stiftung. „Vor dem Hintergrund, dass statistisch gesehen aktuell jede und jeder Zweite in Deutschland damit rechnen muss, im Lauf des Lebens an Krebs zu erkranken, ist eine Spende für die Krebsforschung auch eine Investition in die gesundheitliche Zukunft – für einen selbst, wie auch für Angehörige, Freunde und Bekannte“, verdeutlicht Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und Mitglied des Stiftungsrats. 

Trauer um Ehrenpräsidentin Barbara Stamm

Ein herber Verlust für die Stiftung ist der Tod ihrer Ehrenpräsidentin Barbara Stamm am 5. Oktober 2022. „Mit Barbara Stamm, bayerische Landtagspräsidentin a.D., haben wir eine unermüdliche Mitstreiterin im Kampf gegen Krebs verloren. Ihr herausragender Einsatz verdient unsere höchstes Anerkennung. Wir werden sie stets in dankbarer Erinnerung behalten“, unterstreicht Gabriele Nelkenstock.

Stabhochsprung-Weltmeiser Tim Lobinger Schirmherr des Förderpreises 2022

Als Schirmherrn der Förderpreisvergabe 2022 konnte „Forschung hilft“ Tim Lobinger gewinnen. Bei dem Weltmeister im Stabhochsprung von 2003 wurde im Jahr 2017 ein Multiples Myelom diagnostiziert. Nach zwischenzeitlichen Chemotherapien und einer Stammzelltransplantation ist er derzeit erneut am UKW in Behandlung. Bezugnehmend auf die bei mehreren der preiswürdigen Projekte thematisierten Immuntherapie kommentiert der ehemalige Spitzensportler: „Die Kraft des Körpers zu nutzen und das eigene Immunsystem so zu instrumentalisieren, dass es eine wirksame Waffe gegen Krebs ist, ist jede Unterstützung wert und ein großartiges Ziel. Der Körper ist und bleibt ein Wunder. Hier medizinische Ansätze zu finden, ist faszinierend und zugleich wegweisend für viele Betroffene und mich selbst.“ 

Wölfe und Kickers als Unterstützer der Stiftung

Die Stiftung erfährt auch aus der Würzburger Sportwelt massive Unterstützung. Von den Anfängen in 2017 dabei sind die Wölfe Würzburg, damals noch als DJK Rimpar Wölfe. Von den Handballern der 2. Bundesliga tragen aktuell die Rückraumspieler Lukas Böhm und Julius Rose die Botschaften von „Forschung hilft“ als Testimonials nach außen. „Wir teilen die Vision der Stiftung, dass allen geholfen werden kann, die an Krebs erkranken. Deshalb machen wir uns für die Krebsforschung in Würzburg stark – und das mit langem Atem", erläutert Roland Sauer, der Geschäftsführer der Würzburg Wölfe.

Seit diesem Jahr gehört auch der FC Würzburger Kickers zu den Kooperationspartnern der Stiftung. Mit den Torwarten Marc Richter und Vincent Friedsam aus der I. Mannschaft stellt der Fußball-Regionalligist zwei Testimonials für „Forschung hilft“. Matthis Frankenstein, Leiter Marketing & Kommunikation des FC Würzburger Kickers, begründet dieses Engagement so: „Krebs ist eine sehr heimtückische Krankheit, die jeden von uns treffen kann. Daher geht uns das Thema alle an. Es ist sehr wichtig den Krebs früh zu erkennen, damit man ihn bestmöglich besiegen kann. Wir möchten als Verein dazu beitragen, die hervorragende Arbeit der Würzburger Universitätsmedizin zu unterstützen und Spendengelder für die Forschung zu generieren.“

Wer die Stiftung „Forschung hilft“ weiter voranbringen will, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen: 

Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken Würzburg
IBAN DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU

Statements der Förderpreisträgerinnen und -preisträger

„Wir danken der Stiftung ‚Forschung hilft‘ für die großartige Unterstützung. Durch die Anschubfinanzierung für die molekulargenetische Charakterisierung der kindlichen Nebennierenkarzinome wird ein wichtiger Grundstein für ein verbessertes Verständnis dieser seltenen Erkrankung gelegt. Langfristig erhoffen wir dadurch neue Therapieansätze ableiten zu können.“

Prof. Dr. Verena Wiegering, Kinderklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg, Schwerpunkt  Kinder-Hämatologie und -Onkologie

 

„Als eine sehr junge Arbeitsgruppe ist es uns ein zentrales Anliegen, bei der Behandlung von Krebserkrankungen noch besser zu werden und mit Gewissheit sagen zu können: Wir haben alles Menschenmögliche im Kampf gegen diese Erkrankung gegeben! Daher möchten wir uns bei der Stiftung ‚Forschung hilft‘ sowie jedem einzelnen Beitragenden für diese großartige Unterstützung und Anerkennung bedanken!“

Dr. Sophia Danhof, Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg

 

„Wir freuen uns über die Auszeichnung und sind der Stiftung ‚Forschung hilft‘ sehr dankbar für die erhaltene Förderung. Diese hilft uns sehr in unseren Bemühungen, Krebserkrankungen wie das Multiple Myelom besser zu verstehen und besser behandeln zu können. Herauszustellen ist, dass die Stiftung auch in aktuell schwierigem Umfeld ihre Förderung aufrechterhält und weiter sichtbar dazu beiträgt, dass innovative Projektideen in der Krebsforschung am UKW umgesetzt werden können.“

Prof. Dr. Martin Kortüm, Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg

 

„Dank der Förderung durch die Stiftung ist es uns möglich, neue Ideen in die Tat umzusetzen, für die es vorher keine Finanzierung gab. Mit der Unterstützung können wir nun Aspekte gezielt vertiefen, um die Wirkweise mikrobieller Stoffwechselprodukte auf therapeutische Immunzellen besser zu verstehen. ‚Forschung hilft‘ eröffnet uns gleichzeitig die Chance der Etablierung unseres Nachwuchsteams, für die wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken."

Dr. Maik Luu, Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg

 

„Wir danken der Stiftung ‚Forschung hilft‘ für dieses Engagement und die Unterstützung unseres Projekts. Es ist großartig, dass es uns dadurch möglich ist, zu einem frühen Zeitpunkt eine Intervention zur Förderung von Patientinnen- und Patienten-Empowerment und Lebensqualität in einem wissenschaftlichen Rahmen entwickeln und evaluieren zu können. Uns ist es ein zentrales Anliegen, dass weiterhin die Patientin bzw. der Patient als Mensch im Mittelpunkt der Hochleistungsmedizin steht. Der Förderpreis befördert die Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens in hohem Maße.“

Prof. Dr. Imad Maatouk, Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg

Würzburg/Rotterdam/Wien. Gleich drei Wissenschaftler der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) wurden in diesem Herbst mit namhaften Forschungspreisen aus dem Themenkreis Onkologie und Hämatologie ausgezeichnet. 

Erasmus-Hämatologie-Preis für Hermann Einsele

So erhielt Prof. Dr. Hermann Einsele, der Direktor der Klinik, am 5. Oktober den international hoch anerkannten Erasmus-Hämatologie-Preis 2022. Mit dem Award ehrt das Erasmus University Medical Center im niederländischen Rotterdam alle zwei Jahre eine herausragende Forschungspersönlichkeit, die einen entscheidenden Beitrag zur Pathogenese oder Therapie in einem Bereich der Hämatologie geleistet hat. Laut der Begründung der Preisvergabe gilt Prof. Einsele als weltweit führender Experte auf dem Gebiet der Immuntherapie für hämatologische Malignome. Er sei vor allem für seine Leistungen in der translationalen Forschung und in klinischen Studien auf dem Gebiet des Multiplen Myeloms bekannt, wobei sein Schwerpunkt auf der CAR-T-Zell-Therapie, den bispezifischen Antikörpern, der Immuntherapie und der Stammzelltransplantation liege. Einsele ist der erste Europäer, der mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.

Artur-Pappenheim-Preis für Leo Rasche

Am 8. Oktober 2022 verlieh ferner die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) auf ihrer Jahrestagung in Wien/Österreich ihre zwei Forschungspreise. Diese gingen beide an Wissenschaftler der „Med II“ des UKW. So wurde Privatdozent Dr. Leo Rasche mit dem mit 7.500 Euro dotierten Artur-Pappenheim-Preis geehrt. Der Mediziner konnte aufzeigen, dass hinter dem Rückfall von Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom nach zunächst erfolgreicher CAR-T-Zell-Therapie ein bislang unbekannter Selektions- und damit Resistenzmechanismus stecken kann. Demnach ist die Behandlung zwar in der Lage, Krebszellen mit der Oberflächen-Zielstruktur BCMA erfolgreich aufzuspüren und zu eliminieren. Die verbleibenden Myelom-Zellen ohne BCMA erhalten dadurch allerdings einen so hohen Überlebensvorteil, dass sie sich in der Folge sprunghaft ausbreiten können. 

Vincenz-Czerny-Preis für Maik Luu

Als zweiter DGHO-Forschungspreis ging der ebenfalls mit 7.500 Euro dotierte Vincenz-Czerny-Preis an Dr. Maik Luu. Dem Postdoktoranden gelang erstmals der experimentelle Nachweis, dass Stoffwechselprodukte von Darmbakterien die Aktivität der Immunzellen steigern und somit die Effizienz von Krebstherapien positiv beeinflussen können. Zu diesem Themenkreis wurde Dr. Luu bereits Anfang September dieses Jahres auf der gemeinsamen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) und der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI) mit dem Jochen R. Kalden Young Immunologist Prize ausgezeichnet.

 

 

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