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Zwei Millionen Euro für die Krebsdiagnostik

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert mit zwei Millionen Euro das Projekt FORTiTher, das maßgeblich von Universität und Universitätsklinikum Würzburg gestaltet wird. Erforscht werden neue diagnostische Verfahren bei Krebs.

Foto der Übergabe des Förderbescheids
Übergabe des Förderbescheids (v.l.) Universitätspräsident Alfred Forchel, Minister Bernd Sibler, Professor Franz Jakob und Dr. Christian Haslbeck. (Bild: Jörg Fuchs / Universität Würzburg)

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs. Die Erforschung, Diagnostik und individuelle Therapie dieser Volkskrankheit bilden wissenschaftliche und therapeutische Schwerpunkte an der Universität und am Universitätsklinikum Würzburg. Diese Schwerpunkte werden nun weiter gestärkt: Die Bayerische Forschungsstiftung fördert das neue Verbundprojekt FORTiTher (Forschungsverband Tumordiagnostik für Individualisierte Therapie).

Am 14. Juni 2019 übergaben Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler und der Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsstiftung, Dr. Christian Haslbeck, die Förderurkunde über zwei Millionen Euro. Universitätspräsident Alfred Forchel und FORTiTher-Projektsprecher Professor Franz Jakob, Leiter des Bernhard-Heine-Centrums für Bewegungsforschung, nahmen die Urkunde bei einer Feierstunde im König-Ludwig-Haus entgegen.

Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft

An FORTiTher sind zwölf Forschungsgruppen aus den Universitäten Würzburg, Regensburg, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Fraunhofer-Institut für neue Techniken in der Bildgebung sowie 15 Partner aus der bayerischen Wirtschaft beteiligt. Ziel ist die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren, die auf innovativen Bildgebungstechniken und computerunterstützter automatisierter Datenauswertung basieren. Die Forschenden hoffen darauf, ein noch differenzierteres Bild von Tumoren im Hinblick auf Bösartigkeit, Wachstum, Auseinandersetzung mit dem Immunsystem, Ausbreitungstendenz und Ansprechen auf Medikamente zu erhalten.

„Mit der Förderung durch die Bayerische Forschungsstiftung soll der Forschungsverbund in seiner zukunftsweisenden Krebsforschung tatkräftig unterstützt werden“, betonte Minister Sibler, der auch Mitglied im Stiftungsrat der Bayerischen Forschungsstiftung ist. „Die engagierte Arbeit des Verbunds verspricht bessere Behandlungsmöglichkeiten von Krebs und größere Heilungschancen in der Zukunft. Meinen großen Dank für diese wertvolle Arbeit, die Leben retten kann!“

Einzelne Krankheitsherde genau charakterisieren

Das Programm FORTiTher startete zeitgleich mit der im Januar 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen „Nationalen Dekade gegen Krebs“, die bundesweit für das Thema Krebsforschung sensibilisieren soll. „Unser Projekt kommt genau zur richtigen Zeit“, sagte Professor Franz Jakob, „denn wir können hier von Beginn an die Ergebnisse unseres schlagkräftigen bayerischen Forschungsverbunds einbringen.“

Dabei hoffen die Forschenden, zu einem Paradigmenwechsel bei Diagnose und Behandlung von Krebs beitragen zu können. „Tumorarten werden bislang meist in größeren Gruppen dargestellt, beispielsweise als Gruppe der Prostatakarzinome. Unser Ziel ist es, diese Einteilungen zu verfeinern und dazu die einzelnen Krankheitsherde so genau zu charakterisieren, dass wir individuell maßgeschneiderte therapeutische Strategien entwickeln und in die Routinemedizin überführen können“, so Jakob.

Dabei hat der Forschungsverbund vor allem die Immuntherapien im Blick: „Immuntherapien haben die Krebsbehandlung in den letzten Jahren regelrecht revolutioniert“, erläutert Professor Jörg Wischhusen von der Universitätsklinik Würzburg. „Hinsichtlich des Ansprechens auf diese Therapien gibt es aber extreme Unterschiede zwischen Patienten mit nominell gleicher Diagnose. FORTiTher soll uns daher auch dabei helfen, individualisierte Prädiktoren für den Therapieerfolg zu verstehen und für Therapieentscheidungen nutzbar zu machen.“

Die Professoren Jakob und Wischhusen stellten FORTiTher bei der Feierstunde gemeinsam mit Professor Christoph Klein von der Uni Regensburg vor. Dr. Christian Haslbeck, Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsstiftung, sprach aus Stiftungssicht über das Projekt.

Fakten zur Bayerischen Forschungsstiftung

Jährlich bewilligen die Gremien der Bayerischen Forschungsstiftung Fördermittel in Höhe von rund 15 Millionen Euro für Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft ergibt sich daraus ein Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro. Die Forschungsstiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 1990 für 887 Projekte rund 573 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt wurde damit ein Gesamtprojektvolumen von rund 1,270 Milliarden Euro angestoßen.

Hintergrundinformationen zum Projekt FORTiTher

Foto der Übergabe des Förderbescheids
Übergabe des Förderbescheids (v.l.) Universitätspräsident Alfred Forchel, Minister Bernd Sibler, Professor Franz Jakob und Dr. Christian Haslbeck. (Bild: Jörg Fuchs / Universität Würzburg)

Foto-Ausstellung im ZIM

Knapp 100 Fotos haben 14 Mitglieder des Bosch Rexroth Fotoclubs zurzeit auf vier Etagen des ZIM ausgestellt. Auf unserer Station M 52 sind außerdem die Fotos vom Afrika-Aufenthalt der Medizinstudentin Sophia Kreft zu sehen.

Wir freuen uns sehr über diese Bereicherung und bedanken uns ganz herzlich bei den Künstlern, die uns ihre Werke kostenlos zur Verfügung stellen. Mehr über die gut besuchte Vernissage am 30. November lesen Sie auf dem Blog des Bosch Rexroth Fotoclubs.

Die Deutsche Leberstiftung vergibt Stipendium zur Forschungsvernetzung in der Hepatologie

Auch 2015 lobte die Deutsche Leberstiftung Stipendien für den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschungseinrichtungen im Bereich der Hepatologie aus. Ein unabhängiges Gutachterkomitee hat die Förderung eines unserer Projekte beschlossen.Schon seit einigen Jahren fördert die Stiftung den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschungseinrichtungen im Bereich der Hepatologie mit den Vernetzungs-Stipendien. Diese Stipendien können genutzt werden, um zeitlich begrenzte klinische oder grundlagenwissenschaftliche Projekte in anderen Forschungseinrichtungen durchzuführen. Sie umfassen Unterstützung für Reisekosten, Unterkunft vor Ort und ggf. Verbrauchsmittel in der gastgebenden Forschungseinrichtung. Auch für dieses Jahr wurden die Stipendien ausgeschrieben.Die Prüfung der Anträge auf diese Förderung erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee, dem Prof. Dr. Thomas Baumert, Straßburg, Prof. Dr. Thomas Longerich, Aachen, Prof. Dr. Tilman Sauerbruch, Bonn und Priv. Doz. Dr. Tania M. Welzel, Frankfurt angehören. Das Komitee beschloss einstimmig die Förderung für ein Projekt.Gefördert wird Julia Wohlfahrt, MSc vom Universitätsklinikum Würzburg mit dem Projekt „Crosstalk of Inflammatory Cytokines and Bile Acids in the Pathogenesis of Non-Alcoholic Fatty Liver Disease” für einen Aufenthalt im Institut für Molekulare Pathobiochemie, experimentelle Gentherapie und klinische Chemie, RWTH Aachen.Die Stipendiatin erhielt am 26. Juni 2015 auf dem 12. HepNet Symposium vom Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Leberstiftung, Prof. Dr. Michael P. Manns, die Urkunde.Für Prof. Dr. Michael P. Manns bieten die Stipendien der Forschungsvernetzung eine große Chance: „Wir können damit sehr flexibel den Forschungsaustausch fördern. Gerade junge Forscher mit wenig Erfahrung brauchen Möglichkeiten für eine Anschubfinanzierung ihrer Arbeiten. Unser Stipendium kann hier ein wichtiges Sprungbrett sein.“Die Stipendien zur Forschungsvernetzung werden auch für das Jahr 2016 ausgeschrieben. Bei Fragen zur Antragstellung steht die Geschäftsstelle der Deutschen Leberstiftung unter der Telefonnummer 0511 – 532 6819 oder per Mail an info@deutsche-leberstiftung.de zur Verfügung.

Die Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

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