Von der Initiative zur Institution: T2EVOLVE Association startet zur Förderung innovativer Zelltherapien in Europa

Mit der T2EVOLVE Association entsteht eine neue unabhängige, gemeinnützige Plattform, die Innovation und Patientenzugang im Bereich neuartiger Zelltherapien in Europa vorantreibt.

 

Aufbauend auf den Erfolgen des IMI (Innovative Medicines Initiative) T2EVOLVE-Projekts schafft die T2EVOLVE Association eine dauerhafte Struktur für die im Laufe von fünf Jahren gewachsene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Industrie, Regulierungsbehörden, Patientenvertretungen und weiteren zentralen Akteuren. In dieser Zeit sind umfassende Expertise, belastbare Netzwerke und ein eng verzahntes Kooperationsmodell entstanden.
Ziel der Association ist es, die verantwortungsvolle Entwicklung, Bewertung und Implementierung moderner Zelltherapien weiter voranzubringen. Dazu stellt sie einen neutralen Rahmen bereit, in dem die verschiedenen Stakeholder gemeinsam an zentralen Herausforderungen und Zukunftschancen des Feldes arbeiten können.

Innovation für Patientinnen und Patienten nutzbar machen 

Fortgeschrittene Zelltherapien, darunter CAR-T-Zelltherapien und andere gentechnisch veränderte Immunzelltherapien, verändern die Behandlungsmöglichkeiten für Krebserkrankungen und andere schwere Erkrankungen grundlegend. Gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen in den Bereichen Forschung, Herstellung, Regulierung, klinische Anwendung und Zugang. Die Bewältigung dieser Hürden erfordert eine nachhaltige, sektorübergreifende Zusammenarbeit, die über einzelne Projekte, Organisationen und nationale Grenzen hinausgeht.

Die T2EVOLVE Association wurde gegründet, um einen langfristigen Rahmen für diese Zusammenarbeit zu schaffen. Durch Expertenarbeitsgruppen, Weiterbildungsinitiativen, Multi-Stakeholder-Dialoge, Technologie-Scouting-Aktivitäten und gemeinsame Projekte fördert sie den Wissensaustausch, unterstützt die Harmonisierung von Standards, identifiziert frühzeitig neue Herausforderungen und trägt dazu bei, Innovationen schneller in konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten zu überführen.

Vom erfolgreichen Konsortium zur dauerhaften Association

Die T2EVOLVE Association baut auf einer starken Grundlage auf, die im Rahmen des europäischen T2EVOLVE-Projekts geschaffen wurde. In den vergangenen fünf Jahren hat das Projekt maßgeblich zur Weiterentwicklung zentraler Diskussionen rund um regulatorische Innovationen und Evidenzgenerierung für fortgeschrittene Therapien beigetragen. Zudem unterstützte es die Entwicklung neuer präklinischer Modelle und translationaler Ansätze, förderte die Harmonisierung von Immunmonitoring- und Analytikmethoden in Europa und leistete wichtige Beiträge zur Verbesserung der Dateninteroperabilität sowie zur Nutzung von Real-World-Evidence.

Ebenso zentral war die Förderung einer stärkeren Patienteneinbindung – etwa durch Bildungsangebote, verbesserte Prozesse der informierten Einwilligung und Initiativen, die sicherstellen, dass Patientenperspektiven entlang des gesamten Entwicklungsprozesses konsequent berücksichtigt werden.

Um die drängendsten Herausforderungen des Feldes gezielt anzugehen, koordiniert die Association ihre Aktivitäten künftig in fünf strategischen Arbeitsbereichen: Patientenbildung und -vertretung, klinische Translation und korrelative Forschung, innovative Technologien und Herstellung, regulatorische Innovation und politische Harmonisierung sowie Datenwiederverwendung und Künstliche Intelligenz für fortgeschrittene Therapien.

Gründungsmitglieder sind führende Organisationen aus Europa

Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) fungierte als akademischer Koordinator und wissenschaftlicher Treiber des durch die IMI geförderten T2EVOLVE-Konsortiums und arbeitete dabei eng mit Bayer als industriellem Co-Lead zusammen. Unter der Leitung von Prof. Michael Hudecek vereinte das UKW 27 Partner aus Wissenschaft, Industrie, Regulierungsbehörden, Patientenorganisationen und Gesundheitseinrichtungen in ganz Europa, um die Entwicklung und Implementierung von T-Zelltherapien voranzutreiben.

Die Association startet mit Gründungsmitgliedern führender Organisationen aus Europa und darüber hinaus und spiegelt damit den multidisziplinären Charakter des Feldes der fortgeschrittenen Therapien wider. Informationen zu Mitgliedschaftsmöglichkeiten, Arbeitsprogrammen, Veranstaltungen und Kooperationen werden im Laufe der kommenden Monate veröffentlicht, während die Association ihr erstes operatives Jahr aufnimmt.

Statements aus dem Konsortium

„Die Erfolge von T2EVOLVE zeigen, was möglich ist, wenn Akteure über Disziplinen, Sektoren und Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten“, sagte Prof. Michael Hudecek, Vorsitzender der T2EVOLVE Association und Professor für Zelluläre Immuntherapie am Universitätsklinikum Würzburg. „Um das Potenzial fortgeschrittener Zelltherapien vollständig zu erschließen, braucht Europa nachhaltige Strukturen, die Zusammenarbeit in konkrete Lösungen überführen. Genau dafür wurde die T2EVOLVE Association geschaffen.“

„Unsere Vision ist eine vertrauenswürdige und inklusive Plattform, in der wissenschaftliche Exzellenz, klinische Erfahrung, Patientenperspektiven, industrielle Innovation und regulatorische Expertise zusammenkommen“, sagte Dr. Carmen Sanges, Executive Director der T2EVOLVE Association. „Durch die Vernetzung von Sektoren, Ländern und laufenden Initiativen wollen wir die Translation von Innovation beschleunigen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Dynamik von T2EVOLVE in eine nachhaltige europäische Community übergeht.“

„Aus Patientensicht sind nachhaltige Zusammenarbeit und Transparenz entscheidend, damit Innovation tatsächlich zu Zugang und besseren Behandlungsergebnissen führt“, sagte Prof. Maik Luu, Mitglied des Advisory Boards der T2EVOLVE Association und Professor für Translationale Medizin am Universitätsklinikum Würzburg. „Die T2EVOLVE Association ist ein wichtiger Schritt, um die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten in der Entwicklung fortgeschrittener Therapien konsequent in den Mittelpunkt zu stellen.“

T2EVOLVE Association

Die T2EVOLVE Association ist eine unabhängige, gemeinnützige Multi-Stakeholder-Organisation, die sich der Förderung von Innovation, Zusammenarbeit, Weiterbildung und politischer Abstimmung im Bereich moderner Zelltherapien widmet. Als nachhaltiges Erbe des IMI-T2EVOLVE-Projekts schafft die Association eine langfristige Plattform für die europäische Zusammenarbeit, die den Austausch in konkrete Ergebnisse für das Ökosystem der fortgeschrittenen Therapien überführt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.t2evolve.com 

Kontakt

Dr. Carmen Sanges
Executive Director, T2EVOLVE Association
Sanges_c@ukw.de
https://t2evolve.com/  
 

Gruppenbild des T2EVOLVE Consortium in der Magistrale.
Das T2EVOLVE Consortium. Bild © Benedikt Wagner

Das T2EVOLVE Consortium. Bild © Benedikt Wagner

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Telefon

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Michael Hudecek

Sekretariat
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+49 931 201-71292

E-Mail

Sekretariat

krueger_j1@ ukw.de


Anschrift

Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums | Lehrstuhl für Zelluläre Immuntherapie | Versbacher Straße 5 | 97078 Würzburg