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CAR-T-Zellen direkt im Körper herstellen

ERC Starting Grant für Karl Petri: Würzburger Forscher entwickelt neue Technologie für eine sichere und dauerhafte In-vivo-CAR-T-Zelltherapie

Porträtbild von Karl Petri mit weißem Kittel im Labor
Dr. Karl Petri vom Universitätsklinikum Würzburg erhält einen ERC Starting Grant, um mit seinem Team eine neue Technologie für eine sichere und dauerhafte In-vivo-CAR-T-Zelltherapie zu entwickeln. © Daniel Peter / UKW
Die Mitarbeitenden tragen alle weiße Kittel und sind in zwei Reihen in einem Laborraum aufgereiht.
Die Arbeitsgruppe von Karl Petri sucht Verstärkung. Hier im Bild v.l.n.r., vordere Reihe: Shrey Jain, Lucas Wehler, Karl Petri, Christina Borgel, hintere Reihe: Leon Gehrke, Alexandre Trubert, Jun Kai Ong, Dorothea Götz. © Christina Bornschein / UKW

Würzburg. Bislang werden CAR-T-Zellen außerhalb des Körpers hergestellt. Dazu werden T-Zellen aus dem Blut der Patientin oder des Patienten gewonnen, im Labor genetisch verändert, sodass sie Proteine auf ihrer Oberfläche produzieren, die als chimäre Antigenrezeptoren (CARs) bezeichnet werden. Diese CARs helfen den T-Zellen dabei, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Nach der Umprogrammierung werden die CAR-T-Zellen zurück in den Körper übertragen. Seit ihrer ersten Zulassung im Jahr 2017 haben sie die Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen, darunter bestimmte Formen von Leukämien, Lymphomen und des Multiplen Myeloms, grundlegend verändert. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten können sie langanhaltende Remissionen erreichen.

ERC Starting Grant dotiert mit 1,5 Millionen Euro

Die personalisierte Herstellung im Labor ist jedoch mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden und nicht immer erfolgreich. Diesen Prozess will Dr. Karl Petri vom Lehrstuhl für Zelluläre Immuntherapie und der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) in einem neuen Forschungsprojekt künftig umgehen. Die CAR-T-Zellen sollen direkt im Körper entstehen. Für dieses Vorhaben erhält er vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen ERC Starting Grant. Der renommierte Forschungspreis ist mit knapp 1,5 Millionen Euro dotiert. 

CAR-T-Zellen sollen direkt im Körper entstehen

„Ich habe mich riesig gefreut, dass unser Projekt in diesem hochkompetitiven Wettbewerb bewilligt wurde. Denn wir können damit eine wichtige und zukunftsweisende Fragestellung angehen“, sagt Karl Petri. „Immunzelltherapien haben großes Potenzial, und das nicht nur in der Krebsmedizin. Was bislang fehlt, ist eine wirklich effiziente und sichere Technologie, um solche Therapien direkt im Körper herzustellen. Genau diese Lücke wollen wir mit der Verbindung verschiedener Technologien schließen.“

Damit die T-Zellen im Körper CARs herstellen können, wird ein Vektor benötigt. Dieser kann viralen Ursprungs sein oder in Form von Nanopartikeln vorliegen. Bei der klassischen CAR-T-Zellherstellung im Labor kommen meist virale Vektoren zum Einsatz. Sie schleusen DNA mit dem Gen für den CAR in die zuvor entnommenen T-Zellen ein. Die DNA wird dauerhaft in das Erbgut der T-Zellen eingebaut, sodass diese langfristig CAR-Proteine produzieren können. Allerdings lässt sich nicht vollständig kontrollieren, in welchen Abschnitten des Genoms virale Vektoren integrieren. Bei der In vivo-CAR-T-Zelltherapie kann sich das Risiko potenziell erhöhen: Die viralen Vektoren werden auf den gesamten Organismus appliziert und könnten dadurch nicht nur T-Zellen, sondern unter Umständen auch andere Körperzellen erreichen und gentechnisch verändern. 

Eine alternative Transportmethode sind Lipid-Nanopartikel. Mithilfe dieser winzigen Lipidpartikel kann die mRNA, also die Bauanleitung für CARs, sicher in die T-Zellen eingeschleust werden. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Bauanleitung sehr kurzlebig ist. Das bedeutet, dass die T-Zellen nur für wenige Tage das CAR-Protein auf ihrer Oberfläche exprimieren. Dann wird das RNA-Molekül schon wieder abgebaut und der genetische Informationsfluss für die CAR-Produktion versiegt. 

Das Beste aus zwei Ansätzen verbinden

„Wir wollen nun das Beste aus beiden Welten vereinen: die dauerhafte CAR-Expression und eine sichere Plattform mit einer zielgerichteten Integration der Bauanleitung“, sagt Karl Petri. „Dafür entwickeln wir eine Lipid-Nanopartikel-basierte In-vivo-CAR-T-Zelltherapie mittels neuartiger Genomeditierungswerkzeuge. Dadurch wird die genetische Information für den CAR in eine sogenannte Safe-Harbor-Region der T-Zelle gebracht und in diesem sicheren Hafen gehalten.“ 

Dass Lipid-Nanopartikel grundsätzlich dazu geeignet sind, T-Zellen in vivo zu transfizieren, also genetisches Material gezielt in die Zelle einzuschleusen, ist bereits bekannt. Dass die neuen Genomeditierungswerkzeuge in T-Zellen funktionieren, konnte Karl Petri auch schon zeigen. „Unsere präliminären Daten sind sehr vielversprechend. Die Herausforderung besteht nun darin, die Komponenten zusammenzufügen und die Genwerkzeuge so zu optimieren, dass die CAR-Bauanleitung möglichst effizient, dauerhaft und sicher in die T-Zellen gelangt.

Sicherheit wird bei jedem Schritt überprüft

Die Sicherheit ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Das Team will jeden einzelnen Schritt genau untersuchen und prüfen, ob die Behandlung ungefährlich und verträglich ist. Dafür setzen die Forschenden unter anderem selbst entwickelte Analyseverfahren ein. „Wir untersuchen beispielsweise, wo sich die Nanopartikel im Körper verteilen, und überprüfen genau, an welchen Stellen die genetische Information in das Erbgut der Zellen eingebaut wird“, erläutert Petri. 

In fünf Jahren zur Vorbereitung einer klinischen Studie

In den kommenden fünf Jahren will er mit seinem Team die notwendigen grundlagenwissenschaftlichen und sicherheitsrelevanten Daten aus Untersuchungen in Zellkulturen und Mäusen zusammentragen. Sie sollen die Grundlage für ein sogenanntes Pre-IND-Meeting (Pre-IND steht für Pre-Investigational New Drug) bilden, dass die Grundlage für eine zukünftige klinische Translation sein soll.

Starke Partner am Forschungsstandort Würzburg

Das Projekt ist beispielhaft für den Standort Würzburg und seine Synergien. Mit Prof. Hermann Einsele, dem Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, und Prof. Michael Hudecek, dem Inhaber des Lehrstuhls für Zelluläre Immuntherapie, sind zwei renommierte CAR-T-Zellexperten vor Ort. Prof. Jörg Vogel, der geschäftsführende Direktor des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI), ist ein ausgewiesener Spezialist für Ribonukleinsäuren (RNA). Hinzu kommen Strukturen wie das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA und das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF), die die klinische Translation ermöglichen. „Geht unser Plan auf, hätten wir eine sehr starke Plattform für die In-vivo-Generation und -Modifikation von Zelltherapien“, resümiert Karl Petri. 

Mit dem neuen Projekt wächst auch seine Arbeitsgruppe: Petri möchte zum Start Anfang 2027 zwei weitere Doktorandinnen und/oder Doktoranden sowie eine-/n Postdoc aufnehmen. Damit würde das derzeit aus sechs Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern sowie einem Mediziner bestehende Team auf insgesamt neun anwachsen.

Ein Teil der Arbeitsgruppe wird bereits durch eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Emmy-Noether-Programm unterstützt. Das Team entwickelt dort neuartige CRISPR-2.0-Werkzeuge, um zielgerichtete CAR-T-Zellprodukte zur Krebsbehandlung herzustellen und weiter zu verbessern (siehe Meldung vom 2.8.2024 „Grenzen der Immuntherapie überwinden“ und #WomenInScience-Porträt von Christina Borgel, Doktorandin inm Petri-Lab).

Über Karl Petri
Dr. med. Karl Petri wurde in Frankfurt am Main geboren und wuchs in Karben (Hessen) auf. Er studierte Humanmedizin in Heidelberg und forschte anschließend sechs Jahre lang in den USA, am Massachusetts General Hospital und an der Harvard Medical School in Boston. Seit Sommer 2023 ist er am Universitätsklinikum Würzburg tätig: in der Medizinischen Klinik und Poliklinik II leitet er am Institut für Zelluläre Immuntherapie eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe (Petri-Lab). Karl Petri ist verheiratet und Vater eines Sohnes. 

 

Porträtbild von Karl Petri mit weißem Kittel im Labor
Dr. Karl Petri vom Universitätsklinikum Würzburg erhält einen ERC Starting Grant, um mit seinem Team eine neue Technologie für eine sichere und dauerhafte In-vivo-CAR-T-Zelltherapie zu entwickeln. © Daniel Peter / UKW
Die Mitarbeitenden tragen alle weiße Kittel und sind in zwei Reihen in einem Laborraum aufgereiht.
Die Arbeitsgruppe von Karl Petri sucht Verstärkung. Hier im Bild v.l.n.r., vordere Reihe: Shrey Jain, Lucas Wehler, Karl Petri, Christina Borgel, hintere Reihe: Leon Gehrke, Alexandre Trubert, Jun Kai Ong, Dorothea Götz. © Christina Bornschein / UKW

Visugromab überwindet Resistenz gegen Krebsimmuntherapie

Würzburger Antikörper zeigt langanhaltende Remissionen nach Versagen etablierter Krebsimmuntherapien

Das Bild zeigt wie der pink eingefärbten Antikörper den in vielen soliden Tumoren stark überexprimierte Wachstums- und Differenzierungsfaktor GDF-15 blockiert.
Der Antikörper Visugromab (dargestellt in pink) blockiert gezielt den Wachstums- und Differenzierungsfaktor 15 (GDF-15, dargestellt in orange). Durch die Neutralisierung von GDF-15 kann Visugromab das Immunsystem dabei unterstützen, Tumore effektiver anzugreifen und Resistenzen gegen Immuntherapien zu überwinden. © CatalYm
Grafische Abbildung über den Klinischen Kontext, den Resistenzmechanismus und die Intervention Visugromab plus Nivolumab.
Visugromab vermittelte GDF-15-Blockade re-sensibilisiert anti PD (L)1 refraktäre solide Tumoren für eine PD 1 Therapie. Links: Klinischer Kontext: intensiv vorbehandelte Patientinnen und Patienten mit nicht plattenepithelialem NSCLC, Urothelkarzinom und hepatozellulärem Karzinom, die zuvor nicht auf eine zugelassene Anti PD (L)1 Behandlung angesprochen hatten bzw. unter einer Anti PD (L)1 Behandlung progredient wurden. Mitte: Resistenzmechanismus – vom Tumor wird GDF-15 sezerniert, das die LFA 1 abhängige T Zell-Infiltration beeinträchtigt und zu einem immunsuppressiven Tumormikromilieu sowie zur Resistenz gegenüber PD 1/PD L1 Blockade beiträgt. Rechts: Intervention mit Visugromab (anti GDF-15) plus Nivolumab (anti PD 1) neutralisiert GDF 15, stellt die T Zell-Infiltration wieder her und verstärkt die Anti Tumor Immunität. Dies führt in der Phase 1/2a Studie GDFATHER 01 zu objektivem Ansprechen (ORR 14–19 %), tiefen und lang anhaltenden Remissionen (mediane Dauer des Ansprechens 28,8 verglichen mit 12,0 Monaten unter der vorangegangenen Anti PD (L)1 Therapie) und einem bemerkenswerten Anteil kompletter oder metabolisch vollständiger Remissionen bei den Respondern.

Langzeitdaten der internationalen GDFATHER-01-Studie belegen das Potenzial des in Würzburg entwickelten Anti-GDF-15-Antikörpers Visugromab bei Patientinnen und Patienten, deren Krebserkrankung auf etablierte Immuntherapien nicht mehr ansprach.

Würzburg. Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patientinnen und Patienten nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann. Der in Würzburg entwickelte Antikörper Visugromab erzielte nun in einer internationalen Phase‑I/II‑Studie langanhaltende Tumorremissionen bei Patientinnen und Patienten, bei denen etablierte Immuncheckpoint-Therapien bereits versagt hatten. Die Langzeitdaten der sogenannten GDFATHER‑01‑Studie wurden im renommierten Journal of Hematology & Oncologyveröffentlicht.

„Wir sehen hier erstmals im großen klinischen Maßstab, dass die gezielte Blockade von GDF-15 bei einer Patientengruppe wirkt, für die es bislang kaum noch überzeugenden Therapieoptionen gab“, kommentiert Jörg Wischhusen. „Dass viele dieser Remissionen über Jahre stabil bleiben, ist aus Sicht eines Tumorimmunologen ein sehr starkes Signal.“ 

In der Phase-I/II-Studie wurde Visugromab in Kombination mit dem PD-1-Blocker Nivolumab bei stark vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit nicht kleinzelligem Lungenkrebs, Urothelkarzinom und Leberkrebs eingesetzt. Alle Studienteilnehmenden hatten zuvor nicht oder nur vorübergehend auf eine Anti-PD-1 beziehungsweise Anti-PD-L1-Immuntherapie angesprochen (Anti-PD-(L)1-Relaps bzw. -Refraktär). 

Außergewöhnliche Wirksamkeit trotz Immuntherapie-Resistenz

Die Kombination aus Visugromab (10 mg/kg) und Nivolumab (240 mg), die alle zwei Wochen bis zum Auftreten von Progress oder Unverträglichkeit verabreicht wurde, zeigte eine vielversprechende Wirksamkeit. So lagen die objektiven Ansprechraten in allen drei untersuchten Tumorentitäten bei rund 14 bis 19 Prozent. Besonders bemerkenswert war die mediane Dauer des Ansprechens von 28,8 Monaten, die damit mehr als doppelt so lang war wie unter der ursprünglichen Standard-Immuntherapie mit 12,0 Monaten. Zudem erreichten 61,5 Prozent der Patientinnen und Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, eine vollständige radiologische oder metabolische Remission. Sieben der acht Komplettremissionen bestanden zum Zeitpunkt der Auswertung weiterhin.

„Für ein so schwer vorbehandeltes, als immuntherapie-refraktär definiertes Kollektiv sind Tiefe und Dauer der beobachteten Remissionen außergewöhnlich“, berichtet Dr. Maria Elisabeth Goebeler, Leiterin der Early Clinical Trial Unit (ECTU) des Comprehensive Cancer Centers und der Medizinischen Klinik II am UKW, in der die Patienten behandelt wurden. „Dass viele dieser Remissionen über mehr als zwei Jahre anhalten und häufig ausgeprägter sind als die ursprüngliche Antwort auf die erste Immuntherapie, spricht stark für eine echte Überwindung von Resistenzmechanismen.“

Internationale Studie ebnet den Weg für weitere klinische Entwicklung

Die GDFATHER-01-Studie wurde an mehreren Zentren in Spanien, Deutschland, der Schweiz und Italien durchgeführt. Neben der Würzburger Arbeitsgruppe waren an dem Programm auch Prof. Dr. Ralf Bargou (Lehrstuhl für Translationale Onkologie am UKW und Direktor des Comprehensive Cancer Center Mainfranken) im Advisory Board, der international koordinierende Studienleiter Prof. Ignacio Melero (Pamplona/Oxford) und Prof. Dr. Eugen Leo, damaliger Chief Medical Officer des Unternehmens CatalYm, beteiligt. Leo bewertet insbesondere die lange Dauer der Remissionen und das günstige Sicherheitsprofil als wichtige Grundlage für die weitere klinische Entwicklung.  

Die Entwicklung von Visugromab wird bereits in weiteren Studien fortgesetzt, wie zum Beispiel in der Erstlinientherapie des nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms sowie neoadjuvant bei muskelinvasivem Blasenkrebs (GDFATHER NEO). Erste Daten lassen erwarten, dass die Kombination mit Nivolumab die Ansprechraten und die Häufigkeit pathologischer Komplettremissionen auch bei immuntherapie-naiven Patientinnen und Patienten deutlich erhöhen kann. Darüber hinaus wird am UKW eine Kachexiestudie vorbereitet. Hier soll Visugromab gegen den unkontrollierten Gewichtsverlust und Muskelschwund eingesetzt werden, der häufig als Begleiterkrankung von Krebs auftritt.  

Translationale Immunonkologie aus Würzburg

Die Entwicklung von Visugromab und die maßgebliche Beteiligung an seiner klinischen Prüfung verdeutlichen exemplarisch die Stärke der translationalen Immunonkologie in Würzburg. Hier werden Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung konsequent in neue Therapieansätze und frühzeitig in klinische Studien überführt. 

Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II und Sprecher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT WERA, resümiert: „Die jetzt publizierten Ergebnisse zeigen exemplarisch, wie aus einer grundlagenwissenschaftlichen Idee in Würzburg ein international klinisches Entwicklungsprogramm entstehen kann. Für unsere Patientinnen und Patienten eröffnen sich damit langfristig zusätzliche Therapieoptionen in Situationen, in denen klassische Immuntherapien bislang an ihre Grenzen stoßen.“

Publikation: Melero I, de Miguel M, Garralda Cabanas E, et al. Long-term follow-up of a phase 1/2 trial of anti-GDF-15 antibody visugromab plus anti-PD-1 antibody nivolumab in anti-PD-1/-L1 relapsed/refractory solid tumors. J Hematol Oncol. 2026; Article in Press. doi:10.1186/s13045-026-01818-2

Das Bild zeigt wie der pink eingefärbten Antikörper den in vielen soliden Tumoren stark überexprimierte Wachstums- und Differenzierungsfaktor GDF-15 blockiert.
Der Antikörper Visugromab (dargestellt in pink) blockiert gezielt den Wachstums- und Differenzierungsfaktor 15 (GDF-15, dargestellt in orange). Durch die Neutralisierung von GDF-15 kann Visugromab das Immunsystem dabei unterstützen, Tumore effektiver anzugreifen und Resistenzen gegen Immuntherapien zu überwinden. © CatalYm
Grafische Abbildung über den Klinischen Kontext, den Resistenzmechanismus und die Intervention Visugromab plus Nivolumab.
Visugromab vermittelte GDF-15-Blockade re-sensibilisiert anti PD (L)1 refraktäre solide Tumoren für eine PD 1 Therapie. Links: Klinischer Kontext: intensiv vorbehandelte Patientinnen und Patienten mit nicht plattenepithelialem NSCLC, Urothelkarzinom und hepatozellulärem Karzinom, die zuvor nicht auf eine zugelassene Anti PD (L)1 Behandlung angesprochen hatten bzw. unter einer Anti PD (L)1 Behandlung progredient wurden. Mitte: Resistenzmechanismus – vom Tumor wird GDF-15 sezerniert, das die LFA 1 abhängige T Zell-Infiltration beeinträchtigt und zu einem immunsuppressiven Tumormikromilieu sowie zur Resistenz gegenüber PD 1/PD L1 Blockade beiträgt. Rechts: Intervention mit Visugromab (anti GDF-15) plus Nivolumab (anti PD 1) neutralisiert GDF 15, stellt die T Zell-Infiltration wieder her und verstärkt die Anti Tumor Immunität. Dies führt in der Phase 1/2a Studie GDFATHER 01 zu objektivem Ansprechen (ORR 14–19 %), tiefen und lang anhaltenden Remissionen (mediane Dauer des Ansprechens 28,8 verglichen mit 12,0 Monaten unter der vorangegangenen Anti PD (L)1 Therapie) und einem bemerkenswerten Anteil kompletter oder metabolisch vollständiger Remissionen bei den Respondern.

Neue Immuntherapie könnte „Multiples Myelom“ langfristig zurückdrängen

Studie aus Heidelberg und Würzburg in Nature Medicine zeigt: Der bispezifische Antikörper Teclistamab könnte die Erstlinientherapie des Knochenmarkkrebses grundlegend verändern

Die beiden Forschenden stehen nebeneinander im Gang einer Kongresshalle
Studienleiter Prof Dr. Marc-Steffen Raab, Leiter des Myelomzentrums am UKHD und Erstautor der Publikation (rechts) mit Prof. Dr. Leo Rasche, Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW und Letztautor der Studie. © Carsten Müller-Tidow
Alle zwölf roten Balken in dem Diagramm zeigen 100 Prozent MRD-Negativität
Der Anteil der Patientinnen und Patienten mit MRD-Negativität lag in der Studie bei 100 Prozent. Das heißt: Mit hochsensitiven Untersuchungsmethoden waren bei allen Studienteilnehmenden in der MRD-auswertbaren Analysepopulation keine verbliebenen Myelomzellen mehr nachweisbar, was auf ein tiefes Ansprechen auf die Therapie mit Teclistamab hinweist. Die Studienteilnehmenden in Arm A und Arm A1 erhielten Teclistamab in Kombination mit Daratumumab und Lenalidomid; die Patienten in Arm B erhielten Teclistamab zusammen mit Daratumumab, Lenalidomid und Bortezomib. Abbildung aus Raab, M.S., Weinhold, N., Kortüm, K.M. et al. Teclistamab-based induction treatment in transplant-eligible, newly diagnosed multiple myeloma: a phase 2 trial. Nat Med (2026). https://doi.org/10.1038/s41591-026-04471-x

Eine multizentrische Studie der Universitätskliniken Heidelberg und Würzburg macht Hoffnung auf eine wirksamere Behandlung des Multiplen Myeloms. Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Würzburg kombinierten Standardtherapien in der Erstbehandlung von Patientinnen und Patienten, die für eine Stammzelltransplantation in Frage kamen, mit einer neuartigen Immuntherapie: Der bispezifische Antikörper Teclistamab koppelt Abwehr- mit Tumorzellen und löst so eine zielgerichtete Immunreaktion aus. Bereits nach wenigen Monaten waren bei den Patientinnen und Patienten selbst mit empfindlichsten Methoden keine Tumorzellen mehr nachweisbar. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen darin einen möglichen Schritt hin zu einer besseren Langzeitkontrolle der Erkrankung. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht worden.

Heidelberg / Würzburg. Dank intensiver Forschung haben sich in den letzten Jahren die Behandlungsergebnisse bei einem neu diagnostiziertem Multiplem Myelom deutlich verbessert. Dennoch erreichen viele Patientinnen und Patienten keine vollständige und dauerhafte Krankheitskontrolle, eine sogenannte tiefe Remission, und erleiden einen Rückfall. Eine neue Immuntherapie könnte dazu beitragen, die tiefe Remission schneller und effektiver zu erreichen: In der multizentrischen Deutschen Myelomstudie der Universitätskliniken Heidelberg (UKHD) und Würzburg (UKW) untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Standorte den Einsatz des bispezifischen Antikörpers Teclistamab in Kombination mit der Standardtherapie. Teclistamab bringt Immunzellen in engen Kontakt mit Myelomzellen, indem er gleichzeitig an Oberflächenstrukturen von Krebszellen und T-Zellen des Immunsystems bindet. Das aktiviert die T-Zellen und sie zerstören die Myelomzellen.

Insgesamt nahmen 49 Patientinnen und Patienten aus Heidelberg, Würzburg und neun weiteren deutschen Myelomzentren an der Phase-II-Studie teil. Alle Teilnehmenden kamen für eine Stammzelltransplantation infrage. Der primäre Endpunkt, also das wichtigste Studienziel, war die Sicherheit: Wie verträglich ist Teclistamab in Kombination mit den anderen Wirkstoffen? Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit untersucht: Wie sprechen die Patientinnen und Patienten auf die Behandlung an?

Bispezifischer Antikörper Teclistamab ergänzt Standardtherapie

Die Patientinnen und Patienten erhielten Teclistamab in Kombination mit Daratumumab, Lenalidomid und teilweise Bortezomib. Alle drei Medikamente sind Bestandteil der gängigen Standardtherapie bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Der Antikörper Daratumumab markiert die Krebszellen für das Immunsystem, das Krebsmedikament Bortezomib stört lebenswichtige Abbauprozesse in den Tumorzellen, Lenalidomid aktiviert das Immunsystem und hemmt das Tumorwachstum. Auf mehrere Zyklen dieser Kombinationstherapie folgt in der Regel nach einer hochdosierten Chemotherapie die Transplantation zuvor entnommener, patienteneigener Blutstammzellen.  

Alle Patientinnen und Patienten sprachen auf die Behandlung an. In sämtlichen Knochenmarksproben, die das Team nach sechs Monaten untersuchte, waren unter einer Million Knochenmarkzellen keine Tumorzellen mehr zu finden. Die sogenannte Minimale Resterkrankung (Minimal Residual Disease, MRD), die an der Anzahl der verbliebenen Myelomzellen pro einer Million Knochenmarkzellen gemessen wird, fiel damit negativ aus – was auf Basis zahlreicher internationaler Studien als ein starker Prädiktor für den Behandlungserfolg gewertet wird: Patientinnen und Patienten, die diesen Zustand erreichen, haben in der Regel längere krankheitsfreie Phasen und überleben länger als Betroffene ohne MRD-Negativität. 

„Bei einer sehr geringen Resterkrankung nach der derzeitigen Standardtherapie geht man aktuell von mehreren Jahren ohne Fortschreiten der Erkrankung bei der Mehrzahl der Patientinnen und Patienten aus. Bei einer MRD-Negativität ist die Hoffnung auf eine längere Krankheitskontrolle berechtigt“, sagt Studienleiter Professor Dr. Marc-Steffen Raab, Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, Leiter des Myelomzentrums am UKHD und Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg sowie Erstautor der Publikation in Nature Medicine. „Bislang konnte ein negativer MRD-Befund nur bei etwa 65 Prozent der Patientinnen und Patienten erreicht werden – und das auch erst nach monatelanger oder jahrelanger Therapie. In unserer Studie haben wir diese tiefe Remission jedoch bereits bei der ersten Testung nach drei Monaten beobachtet und mit genetischen Verfahren nach sechs Monaten bestätigt.“

Vom unheilbaren zum kontrollierbaren Krebs?

„Da nicht von allen unserer 49 Probandinnen und Probanden zu allen Zeitpunkten eine Knochenmarkprobe vorlag, können wir nur von einer MRD-Negativität von über 90 Prozent sprechen. Gemessen an den analysierten Knochenmarkproben sind jedoch 100 Prozent MRD-negativ,“ so Professor Dr. Leo Rasche, Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW und Letztautor der Studie. Zwar entwickelten fast alle Patientinnen und Patienten die bei der Standardtherapie erwartbaren Nebenwirkungen unter anderem mit Fieber, Infektionen und Veränderungen im Blutbild. Diese waren jedoch gut beherrschbar. 

Das Ergebnis muss nun in einer randomisierten Phase-III-Studien bestätigt werden, die ab Juli 2026 an 60 Standorten in Deutschland in erneuter Zusammenarbeit der beiden Studiengruppen durchgeführt werden wird. „Darüber hinaus ist es sehr sinnvoll zu klären, ob einzelne Wirkstoffe der Kombinationstherapie verzichtbar sind oder die Therapie verkürzt werden kann, wenn die Patientinnen und Patienten bereits nach drei Monaten so gut auf den bispezifischen Antikörper ansprechen. Das wäre mit Blick auf die Lebensqualität eine große Entlastung für die Betroffenen“, sagt Leo Rasche. 

„Diese Studienergebnisse könnten maßgeblich dazu beitragen, aus dem Multiplen Myelom mithilfe moderner Immuntherapien endlich eine langfristig kontrollierbare Erkrankung zu machen. Zukünftig könnten wir bei unseren Patientinnen und Patienten ähnlich wie beim Hodgkin-Lymphom oder der chronischen myeloischen Leukämie eine extrem tiefe Remission erreichen – das wäre ein enormer Schritt nach vorne“, ergänzt Privatdozent Dr. Niels Weinhold, Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Arbeitsgruppenleiter am Myelomzentrum Heidelberg.

Die Studie ist der erste Report einer Deutschen Myelomstudie, in der das UKHD und das UKW ihre beiden Studiengruppen zum Multiplen Myelom zusammengeführt haben: die von Würzburg aus geleitete Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM) und die von Heidelberg aus geleitete German-Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG). „Zusammen sind wir einfach stärker“, kommentiert Leo Rasche, der die Studie in Würzburg gemeinsam mit Prof. Dr. Hermann Einsele (Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, Leiter des Würzburger Myelomzentrums und der DSMM und Sprecher des NCT WERA) und Prof. Dr. Martin Kortüm (Leiter der Translationalen Myelomforschung) vorangetrieben hat.

Publikation: Marc S. Raab, Niels Weinhold, K. Martin Kortüm, Jan Krönke, Roland Fenk, Katja Weisel, Lilli Podola, Uta Bertsch, Alexander Brobeil, Julia Mersi, Stefanie Huhn, Ryan Arlinghaus, Michael Hundemer, Stephan R. Bohl, Elias K. Mai, Natalie Schub, Johannes Waldschmidt, Florian Bassermann, Carsten Müller-Tidow, Christoph Heuck, Caline Sakabedoyan, Josephine Khan, Elena Ershova, Bas D. Koster, Monika Engelhardt, Mathias Hänel, Hans Salwender, Raphael Teipel, Hartmut Goldschmidt, Hermann Einsele, Leo Rasche, on behalf of the GMMG-HD10/DSMM-XX (MajesTEC-5) investigators. Teclistamab-based induction treatment in transplant-eligible, newly diagnosed multiple myeloma: a phase 2 trial. Nat Med (2026). https://doi.org/10.1038/s41591-026-04471-x

Die beiden Forschenden stehen nebeneinander im Gang einer Kongresshalle
Studienleiter Prof Dr. Marc-Steffen Raab, Leiter des Myelomzentrums am UKHD und Erstautor der Publikation (rechts) mit Prof. Dr. Leo Rasche, Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW und Letztautor der Studie. © Carsten Müller-Tidow
Alle zwölf roten Balken in dem Diagramm zeigen 100 Prozent MRD-Negativität
Der Anteil der Patientinnen und Patienten mit MRD-Negativität lag in der Studie bei 100 Prozent. Das heißt: Mit hochsensitiven Untersuchungsmethoden waren bei allen Studienteilnehmenden in der MRD-auswertbaren Analysepopulation keine verbliebenen Myelomzellen mehr nachweisbar, was auf ein tiefes Ansprechen auf die Therapie mit Teclistamab hinweist. Die Studienteilnehmenden in Arm A und Arm A1 erhielten Teclistamab in Kombination mit Daratumumab und Lenalidomid; die Patienten in Arm B erhielten Teclistamab zusammen mit Daratumumab, Lenalidomid und Bortezomib. Abbildung aus Raab, M.S., Weinhold, N., Kortüm, K.M. et al. Teclistamab-based induction treatment in transplant-eligible, newly diagnosed multiple myeloma: a phase 2 trial. Nat Med (2026). https://doi.org/10.1038/s41591-026-04471-x

Aktionstag informiert über Kopfschmerzen und moderne Schmerztherapien

Am 2. Juni gibt es am Uniklinikum Würzburg bei einem Aktionstag Vorträge sowie Info-, Gesprächs- und Mitmachangebote zu chronischen Schmerzen. Im Mittelpunkt stehen Kopfschmerzen und Migräne.

Gebäude Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin
Der Aktionstag findet in den modernen Räumen des Zentrums für interdisziplinäre Schmerzmedizin im Gebäude A9 des Uniklinikums Würzburg statt. © Monika Fischer / UKW

Würzburg. Am Dienstag, 2. Juni 2026, veranstaltet das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZiS) am Uniklinikum Würzburg (UKW) erneut einen Aktionstag gegen den Schmerz. Von 15:00 bis 18:00 Uhr sind Betroffene, Angehörige und Interessierte ins Haus A9, Straubmühlweg 2a, zu Vorträgen, Informationsständen und Gesprächen mit Fachleuten eingeladen. 

In diesem Jahr richtet der Aktionstag den Fokus insbesondere auf Kopfschmerzen und Migräne – Erkrankungen, von denen allein in Deutschland rund 18 Millionen Menschen betroffen sind. Auch Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Ziel der Veranstaltung ist es, über Ursachen, Diagnostik und moderne Behandlungsmöglichkeiten zu informieren sowie praktische Hilfen für den Alltag aufzuzeigen. 

Vortragsprogramm ab 15:15 Uhr

Auf dem Programm stehen mehrere Fachvorträge: Um 15:15 Uhr spricht der Physiotherapeut und Sportwissenschaftler Stefan Lindner über Physiotherapie bei Kopfschmerzen. Anschließend – um 15:40 Uhr – greift Privatdozentin Dr. Delia Lorenz, Fachärztin für Neuropädiatrie, das Thema „Kopfschmerzen bei Kindern & Jugendlichen“ auf. Um 16:00 Uhr stellt die Lachyogalehrerin Tessa Maria Lambrich Lachyoga bei chronischen Schmerzen vor. Den Abschluss der Vortragsreihe bildet um 17:00 Uhr Prof. Dr. Nurcan Üçeyler, Leitende Oberärztin der Neurologie, mit einem Überblick zu Verständnis, Diagnose und Behandlung von Kopfschmerzen. 

Ein Marktplatz mit Infoständen

Ergänzend werden auf einem „Marktplatz“ viele Unterstützungs- und Therapieangebote präsentiert – darunter Psychosomatik, Ergotherapie, Aromatherapie, Maltherapie, Palliativmedizin, stationäre Schmerztherapie sowie aktuelle klinische und experimentelle Forschung. Auch Selbsthilfegruppen für Migräne und chronische Schmerzen aus Würzburg sind vertreten. Die Besucherinnen und Besucher können sich zudem über Verfahren wie die transkutane elektrische Nervenstimulation informieren. 

Weitere Infos zum kostenlosen Aktionstag gibt es unter: www.ukw.de/zis

Text: Pressestelle / UKW

Gebäude Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin
Der Aktionstag findet in den modernen Räumen des Zentrums für interdisziplinäre Schmerzmedizin im Gebäude A9 des Uniklinikums Würzburg statt. © Monika Fischer / UKW

Die Myelom-Weltelite traf sich in Würzburg

Beim „7th Würzburg Myeloma Workshop“ des Uniklinikums Würzburg tauschten sich international führende Forscherinnen und Forscher über aktuelle Erkenntnisse zum Multiplen Myelom aus.

 

Gruppenfoto von Referentinnen und Referenten sowie Sitzungsleiterinnen und -leiter des 7. Würzburger Myelom-Workshops vor einem Gebäude..
Die Referentinnen und Referenten sowie Sitzungsleiterinnen und -leiter des 7. Würzburger Myelom-Workshops. © Benedikt Knüttel / UKW

Würzburg. Vom 23. bis 25. April dieses Jahres veranstaltete die Medizinische Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) den 7. Würzburger Myelom-Workshop. Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt nutzten die renommierte Fachkonferenz, um sich über neue wissenschaftliche und therapeutische Erkenntnisse zum Multiplen Myelom zu informieren.

Myelom-Zellen manipulieren ihre Mikroumgebung

Dabei lieferten die Referierenden unter anderem Neuigkeiten zur Tumorbiologie der bösartigen Erkrankung des Knochenmarks und verdeutlichten die Interaktion der Myelom-Zellen mit ihrer Mikroumgebung. „Wichtig ist hier vor allem die Entdeckung, dass die Tumorzellen mit dem Knochenmark, in dem sie sich ansiedeln, intensive Austauschprozesse pflegen. Diese verändern das lokale Mikromilieu so, dass das Knochenmark das Tumorwachstum unterstützt“, schildert Prof. Dr. Hermann Einsele. Als Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und international anerkannter Myelom-Experte fungierte er erneut als Hauptorganisator und zentraler Motor des Workshops. Als Co-Organisatoren unterstützten ihn dabei die Oberärzte Prof. Dr. Martin Kortüm und Prof. Dr. Leo Rasche.

Multiples Myelom ist nicht mehr als „unheilbar“ einzustufen

Nach Einseles Worten gab es auch zu den Behandlungsmöglichkeiten spannende Nachrichten. So ermöglicht die Quadrupeltherapie, die jetzt zusammen mit der Transplantation den neuen Therapiestandard darstellt, ein krankheitsfreies Überleben von durchschnittlich etwa 17 Jahren. Ferner können neue Therapien – wie bispezifische Antikörper und CAR-T-Zellen – selbst in der Rückfallsituation noch einmal langfristige Remissionen erreichen. „Aus unserem Workshop lässt sich meiner Meinung nach die Botschaft ableiten, dass das Myelom nicht mehr als unheilbare Erkrankung anzusehen ist, sondern dass wir mit den modernen Therapien eine lange Remissionsdauer, ja Heilung erreichen können“, unterstreicht der Klinikdirektor. 

In diesem Zusammenhang wurden bei der zweitägigen Veranstaltung im Rudolf-Virchow-Zentrum auf dem UKW-Campus auch Fragen diskutiert, wie: Wie lässt sich Heilung definieren? Mit welchen Biomarkern kann eine Heilung vorhergesagt werden? Und wie lassen sich die Nebenwirkungen der aktuell eingesetzten Therapien beherrschen und vermindern?

Zum Abschluss richteten vor allem Würzburger Fachleute in ihren Beiträgen den Blick auf die Immuntherapie der Zukunft, die verspricht, noch wirksamer und nachhaltiger zu sein.

„Es freut uns sehr, dass wir am Ende von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein durchgehend positives Feedback erhalten haben – zu den ausgewählten Themen, zu den Sprecherinnen und Sprechern, zu den Diskussionen sowie zum Rahmenprogramm“, zeigt sich Einsele rundum zufrieden. In diesem Zusammenhang lobte der Professor auch die perfekte Veranstaltungsorganisation und die hochengagierte Betreuung der internationalen Gäste durch Gabriele Nelkenstock und ihr Team von G&N Eventmanagement.

Text: Pressestelle / UKW

Impressionen vom 7th Würzburg Myeloma Workshop: Zur Bildergalerie

Gruppenfoto von Referentinnen und Referenten sowie Sitzungsleiterinnen und -leiter des 7. Würzburger Myelom-Workshops vor einem Gebäude..
Die Referentinnen und Referenten sowie Sitzungsleiterinnen und -leiter des 7. Würzburger Myelom-Workshops. © Benedikt Knüttel / UKW

DGIM prämiert Würzburger App Axia für Bewegungstherapie bei axialer Spondyloarthritis

Peter-Müller-Innovationspreis 2026 für Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) Axia

le Maire und Möckel stehen auf der Bühne und halten die Urkunde in den Händen
Maxime le Maire (links), Doktorand am Universitätsklinikum Würzburg und Mitentwickler der App Axia im Rahmen des Start-ups Applimeda, nahm den Peter-Müller-Innovationspreis 2026 von Prof. Dr. Martin Möckel von der Charité Universitätsmedizin Berlin entgegen. © DGIM / Sven Bratulic
Illustration mit feierndem Maskottchen Bechto (ein Wirbelkörper) sowie einer Hand, die ein Smartphone mit App Axia in der Hand hält und der Überschrift Axia ist erste Rheuma-DiGA.
Mit der Zulassung der in Würzburg entwickelten App „Axia“ für Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) steht nun erstmals eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung in der Regelversorgung in Deutschland zur Verfügung. © UKW
Selfie von Marc Schmalzing, der den Arm um Patrick-Pascal Strunz gelegt hat - beide lachen in die Kamera
Die Würzburger Rheumatologen Patrick-Pascal Strunz (links) und Marc Schmalzing freuen sich über die gute Resonanz auf die App für Personen mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) - hier auf dem Europäischen Rheumatologie-Kongress (EULAR) im Juni 2025 in Barcelona. © Marc Schmalzing / UKW

Die in Würzburg entwickelte Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) Axia wurde von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) auf dem 132. Internistenkongress in Wiesbaden mit dem 1. Preis des renommierten Peter-Müller-Innovationspreis 2026 ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird jährlich für innovative digitale Entwicklungen mit medizinischem Nutzen vergeben. Axia kombiniert Übungsvideos, Wissensinhalte, Symptomtracking und alltagsnahe Unterstützung zur regelmäßigen Durchführung der personalisierten Bewegungstherapie bei axialer Spondyloarthritis.

Würzburg. „Dass die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin eine Therapie-App für die axiale Spondyloarthritis mit dem ersten Preis auszeichnet - obwohl die Rheumatologie eher zu den kleinen Fächern der Inneren Medizin zählt – ist eine ganz besondere Anerkennung für uns“, sagt PD Dr. Marc Schmalzing, Leiter des Schwerpunktes Rheumatologie/Klinische Immunologie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW). Axia, die gerade als erste Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für entzündlich-rheumatische Erkrankungen zugelassen wurde, hat die Jury des Peter-Müller-Innovationspreis überzeugt. Die App setzte sich in einem Pitch auf dem 132. Internistenkongress in Wiesbaden durch und gewann den ersten Platz.

DiGA Axia verbessert die Versorgung bei axialer Spondyloarthritis zusätzlich zur medikamentösen Therapie 

Axia richtet sich an Menschen mit axialer Spondyloarthritis, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung der Wirbelsäule. Die App bietet individualisierte Übungsprogramme mit über 250 Übungsvideos, passt Inhalte an Beschwerden, Einschränkungen und Krankheitsverlauf an und unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, regelmäßig aktiv zu bleiben. Mit Erfolg. Erst kürzlich wurden die Ergebnisse der randomisiert-kontrollierten Studie mit 200 Teilnehmenden in der Fachzeitschrift „Annals of the Rheumatic Diseases“ publiziert (https://doi.org/10.1016/j.ard.2026.02.016). Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die das Standardverfahren erhielt, zeigte die Interventionsgruppe mit der Axia-App signifikante Verbesserungen in der Krankheitsaktivität, der Funktionsfähigkeit sowie der Lebensqualität. Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten erreichte ein klinisch relevantes Therapieansprechen – deutlich mehr als in der Kontrollgruppe.

Axia schließt Versorgungslücke

„Axia integriert eine zentrale Säule der Therapie – die Bewegung – konsequent in den Alltag der Betroffenen und schließt damit eine bedeutende Versorgungslücke“, kommentiert Professor Dr. Martin Möckel, Vorsitzender der DGIM-Projektgruppe „DiGA/KI in Leitlinien“ und Mitglied der Jury des Peter-Müller-Innovationspreises.

Die digitale Therapiehilfe wurde von den Würzburger Medizinstudenten Maxime Le Maire und Tobias Heusinger sowie dem Informatiker Robert Leppich im Rahmen des Start-ups Applimeda und in Zusammenarbeit mit der der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e. V. (DVMB) und der Rheumatologie des UKW entwickelt. 

Neben Maxime Le Maire, der den Preis auf dem 132. Internistenkongress in Wiesbaden entgegennahm, freut sich auch PD Dr. Patrick-Pascal Strunz, Rheumatologe und Leiter der Studien zu Axia am UKW, über die Auszeichnung: „Die Auszeichnung würdigt den hohen klinischen Nutzen von Axia und spricht für die hohe Qualität unserer in Würzburg entwickelten App sowie der durchgeführten Studien. Unsere Studien zeigen, dass Axia eine sichere und wirksame ergänzende, nicht-medikamentöse Behandlungsoption darstellt, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis zusätzlich zur medikamentösen Therapie zu verbessern.“

Peter-Müller-Innovationspreis für innovative digitale Entwicklungen mit medizinischem Nutzen

Stifter des mit 10.000 Euro dotierten Peter-Müller-Innovationspreis ist die custo med GmbH mit Sitz in Ottobrunn. Mit dem Preis würdigt die DGIM digitale Innovationen, die einen besonderen Nutzen für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte versprechen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranbringen.

„Mit digitalen Tools lassen sich Versorgungslücken schließen – insbesondere bei chronischen Erkrankungen, bei denen der Therapieerfolg entscheidend vom Verhalten im Alltag abhängt“, so DiGA-Experte Möckel. Der Peter-Müller-Innovationspreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert - 1. Preis 5.000 €, 2. Preis 3.000 € und 3. Preis 2.000 €. Die weiteren Preise gingen an smartNTx, ein digitales Versorgungsangebot zur Nachsorge nach Nierentransplantation, sowie an die Macher von Kaia, einer DiGA für multimodale Schmerztherapie. 

Pressemeldung zur Zulassung

Pressemeldung zu den Ergebnissen der Studie

le Maire und Möckel stehen auf der Bühne und halten die Urkunde in den Händen
Maxime le Maire (links), Doktorand am Universitätsklinikum Würzburg und Mitentwickler der App Axia im Rahmen des Start-ups Applimeda, nahm den Peter-Müller-Innovationspreis 2026 von Prof. Dr. Martin Möckel von der Charité Universitätsmedizin Berlin entgegen. © DGIM / Sven Bratulic
Illustration mit feierndem Maskottchen Bechto (ein Wirbelkörper) sowie einer Hand, die ein Smartphone mit App Axia in der Hand hält und der Überschrift Axia ist erste Rheuma-DiGA.
Mit der Zulassung der in Würzburg entwickelten App „Axia“ für Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) steht nun erstmals eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung in der Regelversorgung in Deutschland zur Verfügung. © UKW
Selfie von Marc Schmalzing, der den Arm um Patrick-Pascal Strunz gelegt hat - beide lachen in die Kamera
Die Würzburger Rheumatologen Patrick-Pascal Strunz (links) und Marc Schmalzing freuen sich über die gute Resonanz auf die App für Personen mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) - hier auf dem Europäischen Rheumatologie-Kongress (EULAR) im Juni 2025 in Barcelona. © Marc Schmalzing / UKW

Bayernweites Projekt zur Hepatitis-Elimination gestartet

Eine bayernweite Initiative will die Virusinfektionen Hepatitis B und C eliminieren. Koordiniert wird das vom Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention mitfinanzierte Vorhaben durch das Universitätsklinikum Würzburg.

Zum Start des Projektes „„Hepatitis-Eliminationsinitiative in Bayern“ besuchte Dr. Andrea Behr (MdL und Mitglied des bayerischen Gesundheitsausschusses, rechts) Projektleiter Prof. Dr. Andreas Geier und Koordinatorin Christina Löhner (l.) am UKW. Foto: UKW / Stefan Dreising
Zum Start des Projektes „„Hepatitis-Eliminationsinitiative in Bayern“ besuchte Dr. Andrea Behr (MdL und Mitglied des bayerischen Gesundheitsausschusses, rechts) Projektleiter Prof. Dr. Andreas Geier und Koordinatorin Christina Löhner (l.) am UKW. Foto: UKW / Stefan Dreising
Die vom Freistaat geförderte Initiative des UKW ergänzt den bayerischen Masterplan Prävention. Logo: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Die vom Freistaat geförderte Initiative des UKW ergänzt den bayerischen Masterplan Prävention. Logo: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.

Würzburg. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfolgt das Ziel, Virushepatitis bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Zentrale Zielmarken sind dabei unter anderem eine Behandlungsrate von 80 Prozent, 65 Prozent weniger Todesfälle sowie 90 Prozent weniger Neuinfektionen. Dazu startete im Februar dieses Jahres das bayernweite Projekt „Hepatitis-Eliminationsinitiative in Bayern“ unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Geier, Leiter der Hepatologie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW). Das Vorhaben zur Elimination von Hepatitis B und C umfasst folgende Hauptmaßnahmen:

  • Aufklärung und Prävention,
  • Diagnose und Screening,
  • Screening-Aktionen für vulnerable Gruppen,
  • strukturierte und nachhaltige Organisation der Initiative,
  • Stärkung von Therapie und Behandlung durch Netzwerkarbeit.

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach sagte: „Es ist wichtig, verstärkt gegen Hepatitis vorzugehen. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt. Der Freistaat Bayern stellt dafür aktuell Mittel in Höhe von 85.000 Euro zur Verfügung. Die Initiative ergänzt unseren bayerischen Masterplan Prävention, der mehr als 250 konkrete Maßnahmen enthält, um Gesundheitsförderung, Vorsorge und Früherkennung im Freistaat systematisch zu stärken.“ 

Bestehende Strukturen nutzen und vernetzen 

Laut Andreas Geier nutzt das Projekt bestehende Strukturen. Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes spielen die Gesundheitsämter in Bayern eine zentrale Rolle bei der Überwachung, Prävention und Bekämpfung von Hepatitis-Infektionen. Als zentrale Koordinatorin steuert Christina Löhner vom UKW die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsämtern und lokalen Organisationen, die Zugang zu vulnerablen Gruppen haben. Zu diesen gehören zum Beispiel Menschen mit intravenösem Drogenkonsum, mit Migrationshintergrund aus Hochprävalenzländern oder mit eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem. „Die Testung dieser Personen erfolgt direkt vor Ort, um die Zielgruppen effektiv zu erreichen“, schildert Geier und fährt fort: „Außerdem wollen wir die Diagnostik im Rahmen der kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen für Versicherte bekannter machen und zusätzliche Behandlungskapazitäten schaffen.“

Das Vorhaben „Hepatitis-Elimination Bayern“ läuft bis Januar 2028. Interessierte kontaktieren die Projektkoordination unter E-Mail: hepatitiselimination@ukw.de.

Hepatitis B und C – kurz erklärt

Hepatitis B und C sind Virusinfektionen, die die Leber betreffen und oft lange unbemerkt bleiben. Beide können chronisch verlaufen und zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Hepatitis B wird vor allem über Blut, durch Sexualkontakte und von der Mutter auf das Kind übertragen – eine Impfung schützt. Auch Hepatitis C wird hauptsächlich über Blut übertragen, etwa durch gemeinsam genutzte Spritzen. Deutlich weniger häufig wird eine sexuelle Übertragung von Hepatitis C berichtet. Eine Impfung gibt es nicht, aber moderne Medikamente können die Infektion in den meisten Fällen heilen. Frühe Tests und Behandlungen sind entscheidend. „Vor diesem Hintergrund ist die Hepatitis-Elimination eines der großen globalen Gesundheitsziele unserer Zeit“, ist sich Prof. Geier sicher. 

Text: Pressestelle / UKW

Zum Start des Projektes „„Hepatitis-Eliminationsinitiative in Bayern“ besuchte Dr. Andrea Behr (MdL und Mitglied des bayerischen Gesundheitsausschusses, rechts) Projektleiter Prof. Dr. Andreas Geier und Koordinatorin Christina Löhner (l.) am UKW. Foto: UKW / Stefan Dreising
Zum Start des Projektes „„Hepatitis-Eliminationsinitiative in Bayern“ besuchte Dr. Andrea Behr (MdL und Mitglied des bayerischen Gesundheitsausschusses, rechts) Projektleiter Prof. Dr. Andreas Geier und Koordinatorin Christina Löhner (l.) am UKW. Foto: UKW / Stefan Dreising
Die vom Freistaat geförderte Initiative des UKW ergänzt den bayerischen Masterplan Prävention. Logo: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Die vom Freistaat geförderte Initiative des UKW ergänzt den bayerischen Masterplan Prävention. Logo: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Telefon

Direktor
Prof. Dr. med. Hermann Einsele

Sekretariat
Brigitte Schäfer
+49 931 201-40001

E-Mail

Direktor
einsele_h@ ukw.de

Fax

+49 931 201-640001


Anschrift

Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums | Zentrum Innere Medizin (ZIM)| Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A3 | 97080 Würzburg | Deutschland